Die Tage der Wasserversorgung am Markt sind gezählt

Abriss rückt näher

Die Gebäude an der Poststraße sind schon verschwunden, ab der kommenden Woche folgt die Wasserversorgung. Danach kann das Projekt Rathausumbau in Holzwickede starten.

Holzwickede

, 22.06.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Tage der Wasserversorgung am Markt sind gezählt

In der Nähe der Wasserversorgung sind Teile der Gehwege aktuell aufgebaggert, um das Gebäude vom Versorgungsnetz zu trennen. © Greis

Unter der Woche wurde das ehemalige Gebäude der Wasserversorgung am Markt vom Versorgungsnetz getrennt und im Innenbereich die letzten Vorbereitungen für den anstehenden Abbruch getroffen. „Wir gehen davon aus, dass ab kommender Woche schweres Gerät anrücken kann“, sagt Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch auf Anfrage. Er rechnet damit, dass die Abbruchmaßnahme bis zu zwei Wochen dauern wird.

Weil sich der Umzug der Wasserversorgung an den neuen Standort in Hengsen verzögerte, blieb der Gebäudekomplex neben dem Rathaus länger stehen als geplant. Der anstehende Abriss ist aktuell nicht die einzige Maßnahme, die auf der Baustelle vorangetrieben wird: Bevor mit den Erdarbeiten für den Anbau begonnen werden kann, muss die Fläche auf Kampfmittel kontrolliert werden. Davon zeugt aktuell ein grüner Spezialbagger, der den Boden auf mögliche Altlasten militärischen Ursprungs untersucht.

Bohrpfähle sollen den Rathaus-Anbau sichern

Laut Uwe Nettlenbusch steht dann im nichtöffentlichen Teil des nächsten Planungs- und Bauausschusses am Dienstag, 9. Juli, die Auftragsvergabe für die Tiefgründung an. Wie bereits berichtet, muss der Anbau mit Bohrpfählen stabilisiert werden, da das Erdreich erst ab zwölf Metern Tiefe feste Gesteinsschichten aufweist. So soll ein späteres Absacken des Neubaus verhindert werden. Nettlenbusch hofft, dass die Erdarbeiten mit Beginn der Sommerferien starten können.

Dieser erste Bauschritt ist für das Gelingen des Millionen-Projekts essenziell: Da der Anbau mit dem historischen Rathaus verbunden wird, wären Fehler in der Umsetzung mindestens teuer. Die Fertigstellung des neuen Rathauskomplexes ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Großprojektes – die Planung, Abbruch der Altgebäude, Bau, Einrichtung etc. umfassen – sollen nach dem Willen der Gemeindeverwaltung keinesfalls die veranschlagten 19,53 Millionen Euro übersteigen.

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