Die Phumabar an der Karlstraße schließt ihre Pforten

dzGastronomie

Das wird viele Holzwickeder treffen: Mit der Phumabar schließt gen Jahresende ein beliebter Treffpunkt in der Gemeinde. Damit verliert die Gastronomie-Szene wieder einen wichtigen Eckpfeiler.

Holzwickede

, 11.12.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der geschäftlichen Lage liegt es nicht, dass Markus Jorissen und Phuc van On zum Jahresende hin die Phumabar schließen. Im Gegenteil: Neben Hoppy‘s Treff und der Gaststätte zum Fässchen an der Nordstraße sowie der Gaststätte zum Pütt an der Hauptstraße war die Phumabar im Prinzip die einzige verbliebene Örtlichkeit, die unter Holzwickedern als „Kneipe“ durchging. Entsprechend beliebt war die Phumabar.

Und nicht nur Stammkunden wissen, dass „Kneipe“ als Beschreibung nicht ausreicht. Die Speisekarte bietet von Snacks bis zum Hamburger oder Schnitzel genug Auswahl, um den Hunger zu stillen. Bei schönem Wetter lockt der Biergarten. Regelmäßig spielten in der Vergangenheit auch Bands auf. Für Fußballfans waren die Übertragungen von Bundesliga und Champions League ein Muss.

Mehr Zeit für den eigenen Nachwuchs

Zur Sache

Öffnungszeiten bis zur Schließung

  • Die Phumabar öffnet bis 22. Dezember dienstags bis sonntags ab 17 Uhr.
  • Geöffnet wird zudem an Heiligabend ab 22 Uhr sowie am zweiten Weihnachtsfeiertag sowie am 27. Dezember und eben zum Abschied am 28. Dezember je ab 17 Uhr.

Damit ist am 28. Dezember Schluss. Dann öffnet die Phumabar zum letzten Mal, wollen sich Markus Jorissen und Phuc van On mit einer Feier und einem DJ von ihren Gästen verabschieden. „Wir haben einen kleinen Sohn. Wenn Mama und Papa jeden Tag spät in einer Bar arbeiten, ist das nicht optimal“, nennt Jorissen einen Grund für den Rückzug. Zeit für die Familie fehlt.

Daneben sei es zuletzt immer schwieriger geworden, geeignetes Personal zu finden. Neben den Chefs gehörten in der Regel auch immer vier Aushilfen zum Betrieb. Im September 2008 eröffnet, bedienten einige junge Menschen aus Holzwickede und Umgebung in der Bar. „Um die 20 waren das im Laufe der Zeit sicher“, sagt Jorissen.

Freudige und traurige Anlässe führten Gäste in die Phumabar

Über die sozialen Medien hat die Phumabar ihren letzten Öffnungstag verkündet. Hier zählen die Betreiber auch auf, welche Werdegänge einstige Mitarbeiter eingeschlagen haben: Vom Juristen bis zum Lebenskünstler ist alles vertreten.

Markus Jorissen und Phuc van On erinnern zudem an die vielen Feste aber auch an Schicksalsschläge, die Menschen in ihr Lokal führten. „Tja, wie verlässt man nach so vielen Jahren den Laden? Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Markus Jörissen. Viele Stammgäste hätten ihm bereits zu verstehen gegeben, dass die Phumabar fehlen werden, zeigten aber auch Verständnis für die Entscheidung.

Wer sich am 28. Dezember verabschieden will, sollte wissen: „Die Küche bleibt dann kalt“, kündigt Markus Jorissen an. Schließlich wolle man nach all den Jahren hinter der Theke auch etwas von der Party haben.

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