Die Kinder werden in vielen Häusern schon mit Süßigkeiten und einer Geldspende erwartet

dzSternsinger

Klingeln, singen und etwas Süßes bekommen, dazu eine Spende für die Hilfsaktion – das ist der Idealfall. Es gibt aber auch andere Reaktionen an den Haustüren.

von Lena Zschirpe

Holzwickede

, 06.01.2019 / Lesedauer: 3 min


Sich als Sternsinger einzusetzen ist nicht immer einfach, man bekommt aber auch viel zurück. Mehrere Stunden bei meist kühlem Wetter von Haus zu Haus laufen und dabei auch auf unfreundliche Empfänger zu treffen, ist möglich. Der Einsatz beim Dreikönigssingen beschert aber auch manche Anekdote.

Im Sonntagsgottesdienst hatten sich die Kinder viel über ihre Erlebnisse zu erzählen. „Diese können nämlich von netten Begegnungen mit warmen Kakao bis zu Türen zu knallen reichen“, weiß Silke Klute, die Gemeindereferentin der Liebfrauen-Gemeinde. Helene Menne kann dies bestätigen. Sie begleitete in diesem Jahr eine Gruppe von Kindern, bei der auch ihre Tochter mitmachte: „Wenn niemand auf macht oder gar unfreundlich wird, ist das natürlich enttäuschend für die Kinder. Andersherum ist es aber auch motivierend, wenn die Leute sich freuen und etwas in die Büchse tun.“

Auch ein kleiner Hund begrüßt die Sternsinger

Von solchen Begegnungen berichten die fleißigen Sternsinger während des Gottesdienstes: „Wir haben in einem Mehrfamilienhaus vorbereitete Päckchen mit Süßigkeiten und Geld vorgefunden, weil die Person nicht zu Hause war. Da haben wir natürlich einen Segensaufkleber dagelassen.“ Andere seien wiederum irritiert über den singenden Besuch gewesen. „Eine Dame wusste gar nichts mit den Sternsingern anzufangen.“ Und Greta erzählt von ihrem ganz persönlichem Highlight: „An einer Tür war ein kleiner Hund, der war so niedlich.“

Die Zwischenbilanz ist noch weit von dem erhofften Ergebnis entfernt

Bis zum Samstag haben die Sternsinger in Holzwickede rund 7800 Euro eingenommen, allerdings sei dies noch weit entfernt von der Rekordsumme aus dem letzten Jahr. „Das schlechte Wetter wirkt natürlich mit. Es ist anstrengend, die Kinder sind schneller erschöpft“, erklärt Klute. Ansonsten sei man aber zufrieden und dankbar für jede Unterstützung. Um jeden Haushalt in Holzwickede den Neujahrssegen zu überbringen, bräuchte es davon aber gerne noch mehr. „Wir müssten die doppelte oder gar dreifache Menge an Sternsinger losschicken, um das gesamte Gebiet zu besuchen“, erzählt Klute während des Gottesdienstes. Über die Anmeldungen würde jeweils im Dezember des Vorjahres im Gemeindebrief informiert, aber auch Kinder und Helfer anderer Glaubensrichtungen seien herzlich willkommen.

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