Die Gemeinde Holzwickede geht digital auf Nummer sicher

Redakteur
So sehen die Arbeitsplätze von Hackern zwar höchstens im Film aus, die Gefahr für Betriebe und Gemeinden ist hingegen sehr real. (Symbolbild)
So sehen die Arbeitsplätze von Hackern zwar höchstens im Film aus, die Gefahr für Betriebe und Gemeinden ist hingegen sehr real. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
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Cyberattacken und die dahinter steckende Kriminalität sind eine stets wachsende Bedrohung. Nicht nur Bundesbehörden oder Firmen stehen im Fadenkreuz der Kriminellen. Dass es auch Kleinstädte treffen kann, hat die Stadt Witten schmerzlich erfahren müssen. Ein Angriff auf ihre Elektronische Datenverarbeitung legte die komplette Stadtverwaltung lahm.

Eine Erfahrung, die sich Holzwickede gerne ersparen möchte. Daher hat der erste Beigeordnete, Bernd Kasischke, im Haupt-, Personal- und Finanzausschuss einen kurzen Überblick über den Schutz vor Cyberangriffen gegeben: „Datenschutzbeauftragte warnen davor: Im Netz gibt es böse Menschen, die Böses wollen“, so Kasischke.

Deswegen seien in die Abwehrmaßnahmen „viel Geld und Gehirnschmalz“ geflossen. Neben tagesaktuellen Updates der Soft- und Hardware hat die Gemeinde auch eine neue Firewall, die auch verschlüsselte Daten auf Schadsoftware untersuchen kann. Jeder externe Datenträger, wie USB-Sticks oder Festplatten, würde erst auf einem isolierten Rechner überprüft, ob er Viren oder Trojaner an Bord hat.

Zu guter Letzt werden täglich Sicherheitskopien sämtlicher Daten erstellt, sodass im Fall eines erfolgreichen Hacks nicht alles verloren ist, sondern die Gemeinde mit dem Stand des Vortages fortfahren kann. Daten verschlüsseln, um anschließend Lösegeld zu verlangen, ist eine gängige Praxis von Cyberkriminellen.