Ausbau der neuen Haupttrasse läuft – Antragsfrist für Glasfaseranschlüsse endet

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Im November ist der Spatenstich für eine neue Glasfasertrasse in Holzwickede erfolgt. Nun endet die Frist für Privat- und Geschäftskunden einen Anschluss zu beantragen. Die Resonanz bis dato: überschaubar.

Holzwickede

, 15.01.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 125 Adressen können von der Glasfasertrasse des Unternehmens Muenet profitieren, die aktuell aus Richtung Fröndenberg gen Opherdicke sowie Hengsen und bis in den Eco Port gelegt wird. Spätestens im Herbst soll die Trasse fertig sein.

Nach zwei Ausschreibungsverfahren, im ersten Versuch fand sich kein Unternehmen, wurde die Fördersumme für den Ausbau auf 2,6 Millionen Euro erhöht – zehn Prozent davon trägt die Gemeinde. Die Muenet GmbH aus dem Münsterland bekam letztlich den Zuschlag.

Spezialisiert auf den Glasfaser-Ausbau ländlicher Gebiete

Im Gegensatz zur Telekom beispielsweise hat sich der kleinere Mitbewerber auf die Versorgung ländlicher Gebiete spezialisiert. Die Großen der Branche winken hier gerne ab – zu unrentabel.

Muenet baut aktuell nicht nur in Fröndenberg und Holzwickede das Netz aus; das Unternehmen hat natürlich auch ein Interesse daran, im Anschluss als Versorger die Adressen vor Ort an sich zu binden.

Haushalte und Firmen für die ein Glasfaseranschluss in Frage kommt, bekamen in den vergangenen Wochen Post und konnten einen Anschluss beantragen. Offizielle Ablauffrist dieser Nachfragebündelung: Mittwoch, 15. Januar. „Die Resonanz war bislang überschaubar“, sagt Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels. Zahlen nennt er nicht.

Wer einen Anschluss beantragt, bindet sich für zwei Jahre auch an das Unternehmen aus dem Münsterland und zahlt je nach Tarif monatlich im ersten Jahr ab 9,90 Euro. Die regulären Preise liegen danach aktuell für die reine Internetverbindung mit konstant 100 Mbit/s im Up- und Download bei 45 Euro im Monat. Hinzu kommen weitere Tarifoptionen für Telefonie und TV-Empfang.

Glasfaser eine Investition in die private Infrastruktur

Auch Anbieter wie die Telekom bieten in den ersten Monaten Sparpreise an, liegen letztlich aber auf ähnlichem Niveau. Konkret auf den Holzwickeder Ausbaubereich Muenets bezogen, gibt es aber einen Unterschied: Die Telekom bietet hier aktuell eine maximale Internetgeschwindigkeit von 16 Mbit/s.

Patrick Nettels sieht den Bau der Muenet-Glasfasertrasse denn auch als Infrastrukturprojekt, von dem Anwohner langfristig profitieren. Denn: Wer sich im Zuge des jetzigen Ausbaus einen Glasfaseranschluss an die Haustür legen lässt, zahlt eine Anschlussgebühr von 49 Euro. „Wenn Sie sich später auf eigene Faust einen Anschluss legen lassen, zahlen Sie zwischen 2000 und 3000 Euro“, sagt Nettels. Zwar endet die Nachfragebündelung, laut Nettels könnten sich kurzentschlossene Anwohner aber in den nächsten Tagen bei Bedarf noch bei Muenet melden.

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