Die Gemeinde ist für Glatteis gewappnet

120 Tonnen Salz auf Vorrat

Bei den bisher milden Temperaturen musste noch kein Mitarbeiter des Baubetriebshofes morgens durch die Dunkelheit fahren, um die Straßen auf Glätte zu untersuchen – ab dem Wochenende ändert sich das.

16.11.2018, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
 Die Gemeinde ist für Glatteis gewappnet

120 Tonnen Streusalz hat der Bauhof für den Winter eingelagert. © Greis

Für gewöhnlich sind die Mitarbeiter des Bauamts ab dem 1. November auf frostige Temperaturen eingestellt. Jeden Morgen fährt dann ab 3.30 Uhr ein Bereitschaftsmitarbeiter in die morgendliche Kälte hinaus und überprüft die Straßen auf glatte Stellen. Doch dieses Jahr muss sich noch keiner den Wecker so früh stellen – dank milder Temperaturen. „Bei 15 Grad in den letzten Wochen haben wir die Rufbereitschaft abgesagt“, so Bernd Hellweg, Fachbereichsleiter

für den Baubetriebshof. Es sei nicht abzusehen gewesen, dass es frostig wird. Das ändert sich an diesem Wochenende aber. Die Temperaturen sollen sinken und für einen Mitarbeiter des Bauhofs heißt es dann mitten in der Nacht: Aufstehen. Doch so oder so lässt sich der Winter in Holzwickede dieses Jahr mehr Zeit: Die ersten Streufahrzeuge mussten im vergangenen Jahr bereits am 6. November ausrücken.

120 Tonnen Salz im Lager des Baubetriebshofes

Im Lager des Baubetriebshofes befinden sich, wie auch schon im vergangenen Jahr, 120 Tonnen Salz. Hellweg ist zuversichtlich, dass die Menge ausreichen wird. Er glaube nicht, dass dieses Jahr noch mit viel Glätte zu kämpfen sein wird. Der richtige Winter werde wohl erst im Januar oder Februar anbrechen. Ganz sicher sein, kann man aber nie: „Ich könnte jetzt eine Bauernregel zitieren, aber die stimmen meist nicht.“ Bis Ende März ist der Baubetriebshof in Rufbereitschaft, die natürlich auch verlängert werden kann. Zuständig sind die Mitarbeiter für Gemeindestraßen und öffentliche Plätze wie den Marktplatz. Auch die Zufahrt zum Bahnhof hält der Baubetriebshof eisfrei – es gibt ein Abkommen mit der Bahn.

 Die Gemeinde ist für Glatteis gewappnet

Auf das Räumschild am Unimog kann der Bauhof noch verzichten. Der Aufsatz für Streusalz ist hingegen bereits einsatzfähig. © Greis

Wenn es friert oder schneit, brechen die Mitarbeiter vor 6 Uhr zum Räumen auf, denn bis dahin müssen die Straßen frei sein. Unterwegs sind sie mit drei großen Streufahrzeugen und einem kleineren für Gehwege. Für Anliegerstraßen seien in den meisten Fällen die Anwohner zuständig, so Hellweg. Auch an dieser Regelung habe sich im Vergleich zu den Vorjahren nichts geändert: Gehwege vor dem eigenen Grundstück müssen die Einwohner freihalten. Auch Haltestellen und Fußgängerüberwege sind davon nicht ausgenommen.

Erolgreiche Laubaktion

Während die Mitarbeiter des Baubetriebshofes auf den ersten Wintereinsatz warten, haben sie mit dem Einsammeln von Laub gut zu tun – allerdings etwas weniger als in den vergangenen Jahren. Dank milder Temperaturen werfen nicht alle Bäume gleichzeitig ihr Laub ab, sondern „peu à peu“, so Hellweg. Seine Mitarbeiter haben also mehr Zeit, um die Stadt von Blättern zu befreien.

Sammelaktion

Bürger können ihr Laub kostenlos abgeben

Der Baubetriebshof der Gemeinde Holzwickede hat bereits am 10. November das gesammelte Laub der Bürger entgegengenommen. Nochmals wird am 24. November jeweils von 8 bis 13 Uhr auf dem Festplatz an der Hamburger Allee und dem Parkplatz der Sportanlage an der Unnaer Straße gesammelt. Dann nehmen Mitarbeiter des Baubetriebshofes das Laub entgegen.

Erst jetzt fingen Bäume, die sich gut gehalten haben, an, Laub zu verlieren. Das sei später als im vergangenen Jahr. „Das warme Klima ist ein Vorteil für uns“, so Hellweg. Beim Laubeinsammeln bekam der Baubetriebshof tatkräftige Unterstützung. „Die Laubaktion wurde sehr gut angenommen“, so Hellweg. Am Platz von Louviers hätten die Helfer zwei Container mit insgesamt 40 Kubikmetern Laub gefüllt, in Opherdicke war es circa die Hälfte.

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