Der „Truppi“ soll ab August wieder freigegeben werden

dzStandortübungsplatz

Seit Anfang Juli war der Standortübungsplatz im Holzwickeder Süden gesperrt. Ab 1. August sollen die Absperrungen verschwinden. Dann können Holzwickeder dort wieder legal spazieren gehen.

Holzwickede

, 28.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Fazit von Hauptfeldwebel Walloch nach der rund vierwöchigen Sperrung des Standortübungsplatzes in Holzwickede fällt zwiespältig aus. Die gute Nachricht: Die Nester des Eichenprozessionsspinners (EPS) auf dem sogenannten „Truppi“ sind weitestgehend entfernt. Er wird also bald wieder für Spaziergänger geöffnet.

Es gibt aber auch die Kehrseite der Medaille. In den vergangenen Wochen hat Walloch eine bittere Erfahrung gemacht. Absperrbänder, mehrere Hinweise an den Eingängen des Standortübungsplatzes, all das haben die Menschen zuletzt ignoriert. Gerade an warmen Wochenenden haben trotz der Sperrung zahlreiche Besucher Ausflüge zum „Truppi“ gemacht.

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„Wenn das Wetter mitspielt, dann ist da ordentlich was los“, weiß Hauptfeldwebel Walloch: „Ich habe mich letztens auch gewundert als an der Brauckstraße plötzlich 80 Autos standen.“

Der Standortübungsplatz ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel. Als der EPS-Befall bekannt wurde – und das gesamte Areal gesperrt wurde – waren die Besucher in den folgenden Wochen kaum zu bremsen. Es kamen weiterhin regelmäßig Besucher aus Holzwickede und den Nachbarkommunen hierher und missachteten das Zutrittsverbot.

In der Regel wurden auf dem „Truppi“ Verwarnungen ausgesprochen

In der Regel, so erläutert der Hauptfeldwebel, sei es bei mündlichen Verwarnungen geblieben. Dass die Menschen sich dort nicht an die Regeln gehalten haben, ist für ihn dennoch enttäuschend. „Den Leuten ist oft nicht bewusst, dass es sich dabei um Hausfriedensbruch handelt“, sagt Walloch.

In den vergangenen Tagen habe er an den Eingängen zusätzlich zu den Hinweisen auf das Betretungsverbot auch noch Zettel mit der Warnung angebracht, dass ein Spaziergang auf dem „Truppi“ strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Diese Hinweise kann er bald wieder abnehmen.

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Ab dem 1. August soll der Standortübungsplatz, so plant die Bundeswehr, nämlich wieder freigegeben werden. Rund um die Gehwege sind alle Nester des Eichenprozessionsspinners beseitigt worden. Nur in abgelegenen Ecken, so berichtet der Hauptfeldwebel der Bundeswehr, gebe es noch befallene Bäume. „Dort gehen aber keine Spaziergänger her“, so Walloch.

Wer gerne einen Ausflug dorthin macht, sich im vergangenen Monat an die Regeln gehalten hat, der wird sich freuen. Für die „belehrungsresistenten“ Spaziergänger ändert sich eine Sache: Sie können sich am „Truppi“ wieder legal aufhalten.

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