Der Tag des Abschleppers naht: Gemeinde warnt Dauerparker Schritt für Schritt

dzMit vielen Fotos

Unter der Woche ist auf dem gemeindlichen Pendlerparkplatz an der Wilhelmstraße ein Zeitlimit fürs Parken in Kraft getreten, damit hier auch tatsächlich Pendler einen Parkplatz finden. Noch ist das nicht der Fall.

Holzwickede

, 01.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit Dienstag, 28. Januar, gilt auf den 42 gemeindlichen Parkplätzen an der Wilhelmstraße, die auf dem Weg gen McDonalds-Schnellrestaurant liegen, dass hier maximal zwölf Stunden lang geparkt werden darf. Ein Schild weist daraufhin, dass zudem eine Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe gehört.

Ein Besuch dieser Redaktion vor Ort unter der Woche zeigte: Am ersten Tag nach der Umstellung war alles wie gehabt. Viele parkende Autos aus allen Ecken Deutschlands und Osteuropa, keine Parkscheiben. Sogar ein Fahrzeug ohne Nummernschilder und mit grünlich schimmernder Patina wurde auf den weiterhin kostenfreien Parkflächen „stillgelegt“.

Am Donnerstag zeigte sich dann schon ein anderes Bild: Noch immer war kein einziges vermeintliches Pendler-Fahrzeug mit Unnaer oder Dortmunder Kennzeichen zu sehen. Immerhin: Zwei Wagen mit MS-Kennzeichen für Münster waren geparkt – und hatten wie ein gutes halbes Dutzend weiterer Autos ordnungsgemäß eine Parkscheibe hinterlegt.

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Park-Experten an der Holzwickeder Wilhelmstraße

Seit dem 28. Januar 2020 gilt für 42 kostenfreie Parkplätze der Gemeinde eine Parkzeitbegrenzung von zwölf Stunden. So sollen Dauerparker, die augenscheinlich den Dortmunder Airport nutzen, auf Sicht von diesen Flächen verdrängt werden. Kurz nach Inkrafttreten der neuen Regelung belegten noch zahlreiche Autos aus ganz Deutschland und dem osteuropäischen Ausland die Parkplätze.
01.02.2020
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Dieses Fahrzeug stand am Mittwoch offensichtlich stillgelegt auf dem Parkplatz. Am Donnerstag war es weg – die Gemeinde hat es abschleppen lassen.© Greis
Dieses Auto mit polnischem Kennzeichen belegte unter der Woche diesen Standplatz, der kein offizieller Parkplatz ist. © Greis
Auch diese beiden litauischen Fahrzeuge belegten unter der Woche über Tage die Parkflächen.© Greis
Wer durch die Reihen läuft und durchzählt, kommt zum Ergebnis, dass bislang rund die Hälfte der Parkplätze von Autos mit ausländischen Kennzeichen belegt sind.© Greis
42 gemeindliche Parkflächen bietet der Pendlerparkplatz an der Wilhelmstraße. Eine freie Lücke wie hier zu bekommen, ist tatsächlich Glückssache.© Greis
Der Fahrer oder die Fahrerin des rumänischen BMW hat unerlaubterweise improvisiert. Das Foto wurde am Mittwoch gemacht, am Tag darauf war der Wagen weg. © Greis
Seit Dienstag, 28. Januar, gilt ein Parklimit über zwölf Stunden. Zwei Tage später hat die Gemeinde angefangen und Warnzettel verteilt. © Greis
Wer keine Parkscheibe hinterlegte, bekam diese Warnung. Im nächsten Schritt folgt ein Verwarngeld. Schlussendlich droht die Abschleppung.© Greis
Hier wurde alles richtig gemacht: Die Parkscheibe ist sichtbar. Bei künftigen Kontrollen wird anhand des Ventilstands der vier Reifen gecheckt, ob ein Wagen länger als zwölf Stunden lang parkt.© Greis

Aber auch an den Windschutzscheiben der anderen Fahrzeuge fand sich etwas: Und zwar eine freundliche Verwarnung zu 0 Euro von der Gemeinde mit dem Hinweis, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten, um künftig ein Verwarngeld zu vermeiden.

Das wäre der nächste Schritt der gemeindlichen Ordnungshüter. Letzte Maßnahme wäre dann der Abschleppdienst. „In der Regel liegen zwischen einzelnen Maßnahmen 72 Stunden“, sagt Ordnungsamtsleiterin Stefanie Heinrich. Man müsse Maßnahmen aber immer von der jeweiligen Situation abhängig machen.

Erste Verwarnung für Autos ohne Parkscheibe

So bekamen Autos ohne Parkscheibe am Donnerstag eine erste Verwarnung. Den Wagen ohne Nummernschilder habe man indes sofort abschleppen lassen. „Wir wollen kein Geld machen und handeln nach Ermessen“, sagt Heinrich. Auf Sicht wolle man aber die Parkplätze für Pendler freibekommen.

Realistisch dürfte sein, dass Halter, die ihre Fahrzeuge in den kommenden ein bis zwei Wochen auch nach weiteren – dann kostenpflichtigen – Verwarnungen nicht wegbewegen, ihr Auto bei einer etwaigen Rückkehr nicht mehr vorfinden. Das parkt dann sehr wahrscheinlich auf einer Verwahrstelle des Abschleppdienstes.

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