Depressionen bei Kindern – wie K.I.S.S. bei einer Selbsthilfegruppe in Holzwickede hilft

dzPsychische Erkrankungen

Depressionen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen bei Kindern sind auch für ihre Eltern eine große Belastung. Eine Mutter aus Holzwickede möchte nun eine Selbsthilfegruppe gründen – dabei gibt‘s Hilfe.

Holzwickede

, 14.08.2019, 13:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eltern von psychisch kranken Kindern sind häufig selbst großen nervlichen Belastungen ausgesetzt. Eine Mutter aus Holzwickede will ihre persönlichen Erfahrungen in einer Gesprächsrunde mit anderen Eltern teilen.

Unter der Überschrift „Unser Kind ist psychisch krank – und nun?“ richtet sich die geplante Gesprächsgruppe an Eltern von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine psychische Erkrankung haben. Das können zum Beispiel Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Essstörungen, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen oder auch selbstverletzendes Verhalten sein.

»Was ist, wenn Eltern selbst Unterstützung und Zuspruch brauchen?«
Initiatorin der Selbsthilfegruppe

„Wir Eltern sind diejenigen, die daneben stehen, wenn unser Kind psychisch erkrankt. Wir sind diejenigen, die aufbauen, unterstützen, aushalten, motivieren und versorgen. Doch was ist, wenn wir selber Unterstützung und Zuspruch brauchen?“, fragt die Initiatorin der Gruppe.

Dass es Gesprächsbedarf gibt, davon ist die Mutter überzeugt. Denn während man sich von seinem Partner bei zu großer eigener psychischer Belastung trennen könne, sei das bei Kindern keine Option.

Zur Sache

Auskünfte bei der Informationsstelle

  • Bei Interesse gibt es weitere Informationen bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) im Treffpunkt Gesundheit in Schwerte.
  • Ansprechpartnerin ist Susanne Götz. Zu erreichen ist sie unter Tel. (0 23 04) 2 40 70-22, E-Mail: susanne.goetz@kreis-unna.de.
  • Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.
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Organisiert wird die Gesprächsgruppe von K.I.S.S., der Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna. Während die Mutter praktisch Expertin im Umgang mit psychisch kranken Kindern geworden ist, weiß K.I.S.S., in welchem Rahmen Gruppen am besten zusammen kommen und wie sie moderiert werden.

„Das garantiert auch die Anonymität“, sagt Susanne Götz von der K.I.S.S.-Zweigstelle in Schwerte. Denn sowohl für die Initiatorin der Gruppe als auch die Teilnehmer ist natürlich eine vertrauliche Atmosphäre gewährleistet.

Wer Bedarf für eine Gesprächsgruppe oder auch einen Stammtisch sieht und womöglich selbst Erfahrungen oder Fähigkeiten einbringen kann, kann sich an K.I.S.S. wenden. Dort wird Hilfestellung von Vorträgen bis zur Suche nach einem geeigneten Raum geleistet.

Auch Möglichkeiten von Fortbildung und Zuschüssen werden dort geprüft.

Auch zu der geplanten Gesprächsgruppe in Holzwickede soll es Ende September noch einen einführenden Vortrag unter dem Titel „Aufopfern ist keine Lösung“ geben. Die Referentin wird deutlich machen, wie man sein psychisch krankes Kind unterstützen kann, ohne ihm zu viel abzunehmen.

Melden sich mindestens fünf Interessenten, wird die Gesprächsgruppe an den Start gehen. Die Treffen sollen dann ein- bis zweimal im Monat abends in Holzwickede stattfinden.

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