Dealer aus Holzwickede bekommt noch eine Chance

dzMit Drogen gehandelt

Mit dem Verkauf von Marihuana finanzierte ein 27-jähriger Holzwickeder offenbar seinen eigenen Konsum. Dieser Drogenhandel und der Vorwurf der Hehlerei brachten ihn nun auf die Anklagebank.

von Sylvia Mönnig

Holzwickede

, 16.10.2018, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Jahr 2016, so die Anklage, soll der Holzwickeder von zuhause aus ein Kilo Marihuana veräußert haben. Auch wurden bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Sommer 2017 knapp 600 Gramm der Droge, dazu 15 Ecstasy-Pillen, rund 1300 Euro Bargeld, eine Verkaufsliste und Equipment wie eine Feinwaage, eine Marihuana-Mühle und entsprechendes Verpackungsmaterial sichergestellt. Darüber hinaus wurde dem 27-Jährigen vorgeworfen, im Jahr 2016 über das Internet ein teures Fahrrad gekauft zu haben, obwohl ihm bewusst war, dass es sich dabei um Diebesgut handelte.

Jetzt befasste sich das Unnaer Schöffengericht mit dem Fall und der Angeklagte räumte alle Vorwürfe über seinen Verteidiger ein. Auch war es der Rechtsanwalt des Holzwickeders, der erklärende Worte dafür fand, dass bei einer weiteren Durchsuchung im Februar erneut Drogen in der Wohnung des 27-Jährigen gefunden wurden: „Er hat es einfach nicht hinbekommen, die Finger von Drogen zu lassen.“ Mittlerweile habe er aber eine Entgiftung gemacht und sei clean. Auch habe er wieder einen festen Job. Die positive Entwicklung und ein frühes Geständnis sorgten dafür, dass der einschlägig vorbestrafte Mann eine Chance erhielt und zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde. Auflage: Drogenscreenings und Termine bei der Drogenberatung.

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