Dauerparker verdrängen: Parkzeiten an der Wilhelmstraße werden begrenzt

dzFehlender Parkraum

Die Gemeinde sagt Dauerparkern an der Wilhelmstraße den Kampf an: Künftig gilt hier eine zeitliche Begrenzung. Vorerst ist eine Testphase geplant, um auszuloten, ob die Regelung nicht für neue Probleme sorgt.

Holzwickede

, 15.11.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Parkraum ist im Norden knapp – das weiß jeder Holzwickeder. Pendler, die im Eco Port und entlang der Wilhelmstraße arbeiten. Dazu gehörnen Kunden von Lidl, Futterhaus und Co., die Anwohner und nicht zuletzt Urlauber, die während ihrer Reisen kostenlos gebührenfreie Parkplätze suchen und tage- oder wochenlang mit ihren Autos die Stellflächen blockieren.

Zwischen McDonalds und Futterhaus liegen auch rund 50 Parkplätze, die über die Gemeinde bewirtschaftet werden. Diese Stellflächen sind gebührenfrei und wurden einst für Pendler angelegt.

Ortsfremde Kennzeichen bestimmen das Bild auf den Parkflächen

Vor Ort zeigt sich aber: Nicht Unnaer oder Dortmunder Kennzeichen sind hier überwiegend vertreten. Stattdessen finden sich Kennzeichen aus anderen Bundesländern wie aus dem südthüringischen Wartburgkreis oder aus dem Ausland. Polen, Rumänien und Bulgarien sind hier vorne mit dabei.

„Mitunter stehen hier auch Autos, die von ihren Haltern anscheinend einfach aufgegeben wurden“, sagte Holzwickedes Erster Beigeordneter Bernd Kasischke unter der Woche im Verkehrsausschuss.

Die Dauerparker möchte man nun mit einer Parkzeitbeschränkung von maximal zwölf Stunden verdrängen, um Platz für Pendler zu schaffen. Die Anzeige der Parkdauer wird per Parkscheibe erfolgen. Kontrolliert wird durch Mitarbeiter der Gemeinde. Die prüfen vor Ort die Ventilstellungen der Reifen, um zu kontrollieren, ob Fahrzeuge bewegt wurden oder nicht.

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„Wurde ein Auto bewegt, stehen die Ventile nie gleich. Die Methode hält auch vor Gericht stand und ist eine sichere Methode, um zu prüfen, ob ein Wagen länger als zwölf Stunden steht“, so Kasischke.

Dass Ortsfremde diese Stellflächen während Reisen nutzen, ist für den Beigeordneten ohnehin unverständlich: „Der Flughafen bietet 5000 Parkplätze. Wenn ich rechtzeitig buche, parke ich dort zwei Wochen für 20 Euro.“

Neue Regelung gilt vorerst für ein Jahr

Die neue Regelung soll vorerst ein Jahr gelten. In der Zeit wolle man beobachten, ob Dauerparker dadurch in die angrenzenden Wohngebiete ausweichen und den Anwohnern dadurch neue Probleme machen. Zuletzt hatte die Verwaltung bereits entlang der Wilhelmstraße durchgegriffen, ließ mehrere Fahrzeuge abschleppen.

Allgemein verteilen sich zwei Drittel aller Knöllchen in den vergangenen anderthalb Jahren vornehmlich auf Straßen in der Nachbarschaft des Flughafens, wie die Gemeinde im Sommer statistisch belegen konnte.

Ein Parkscheinautomat ist für die Verwaltung indes keine Lösung – neben den Anschaffungskosten würden zudem jährlich rund 2000 Euro für den Unterhalt fällig. Der Ausschussvorsitzende Frank Lausmann (CDU) machte zudem klar, dass man Parkraum nicht bewirtschaften sondern kontrollieren wolle. Letzteres müsse konsequent passieren und Parksünder entsprechend sanktioniert werden – bis hin zum Abschleppen als letztes Mittel.

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