Anwohner fordert hartes Durchgreifen gegen Dauerparker – nicht nur am Flughafen

dzRuhender Verkehr

Mehrere Autos wurden in der Vorwoche an der Wilhelmstraße abgeschleppt, weil sie dauerhaft Parkbuchten belegten. Ein Holzwickeder fordert das auch an anderen Straßen im Ort ein.

Holzwickede

, 21.10.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fluggäste, Gewerbetreibende, Anwohner – sie alle konkurrieren nördlich der B1 um begrenzten Parkraum. In der Vorwoche hat die Gemeinde entlang der Wilhelmstraße durchgegriffen und ließ mehrere Fahrzeuge abschleppen. Daraufhin meldete sich ein Anwohner der Mozartstraße in dieser Redaktion. Er verweist auf hohen Parkdruck auch in seinem Wohngebiet und fordert auch hier ein härteres Durchgreifen.

„Von den Dauerparkern ist nicht nur der Norden betroffen“, sagt Reinhold Adolph. Seit 2013 wohnt er an der Mozartstraße und hat seitdem bemerkt, dass auch hier sowie entlang der Schubert-, Lessing- oder Haydnstraße vermehrt Autos mit ortsfremden Kennzeichen über längere Zeiträume abgestellt werden.

Gleiches Recht für alle Holzwickeder

Dass die Gemeinde gegen Dauerparker vorgeht, findet Adolph gut. Aber: „Auch andere Straßen, die von dem Problem betroffen sind, dürfen nicht vergessen werden. Gleiches Recht für alle“, fordert der Holzwickeder, dass die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch Dauerparker in seiner Nachbarschaft im Blick haben.

Gerne hätte sich Reinhold Adolph auch beim von der SPD organisierten Bürgerdialog zur Verkehrsproblematik rund um die Mozartstraße eingebracht, konnte dem Dialog im September aber aus Krankheitsgründen nicht beiwohnen. Ideen aus dieser Bürgerversammlung sind im Anschluss in einen Antrag der SPD eingeflossen, der diverse Maßnahmen vorsieht, um vor allem gewerblichen Verkehr in dem Bereich zu vermeiden.

SPD bringt Vorschläge zur Verkehrsregelung ein

So schlägt die SPD in ihrem Antrag unter anderem vor, die Schubertstraße zur Sackgasse zu machen, so dass gewerblicher Verkehr aus und in die Natorper Straße unterbunden wird. Die Vorschläge der SPD dürften demnach ein Thema im öffentlichen Teil des nächsten Verkehrsausschusses am 13. November in der Mensa des Schulzentrums.

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Reinhold Adolph indes wäre eine andere Lösung lieber. „Mein Vorschlag wäre, Mozart-, Schubert-, Lessing- und Haydnstraße zu reinen Anliegerstraßen zu machen.“ Was der Anwohner dabei verkennt: Entsprechende Beschilderung weist einen Großteil der Straßen, beispielsweise Mozart-, Kant- oder Schubertstraße bereits als solche aus.

Dass eben die Schilder von Verkehrsteilnehmern missachtet werden, war einer der Gründe, der die SPD veranlasste, sich per Bürgerdialog und nun per Antrag mit der Thematik zu befassen.

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