„Das wird lustig“: Scheidende Container an der Kirchstraße sind wieder zugemüllt

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Für wenige Wochen werden in der Öffentlichkeit noch Altpapiercontainer stehen. Beim jüngsten Müll-Chaos äußerten Bürger Skepsis bezüglich der neuen Lösung mit der eigenen Altpapiertonne.

Holzwickede

, 27.12.2019, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es hat sich zu einem Dauerthema entwickelt, das mit dem Jahreswechsel eigentlich schleichend enden soll: Gemeint sind die Altpapiersammelstellen auf dem Gemeindegebiet, die in den vergangenen Wochen immer wieder dermaßen zugemüllt waren, dass sie sogar in einer Facebook-Gruppe mit Holzwickeder Bezug Gegenstand einer Diskussion wurden.

Es überwog das Unverständnis gegenüber dem Verhalten der Müll-Sünder. Trotz des allgemeinen Unmuts war es kurz nach Weihnachten aber wieder soweit: Die Sammelstelle an der Kirchstraße war wieder völlig zugemüllt. Das Altpapier quoll am Freitag regelrecht aus den Öffnungen der Container heraus. Auch davor lag wieder viel Unrat, sperrige Kartons wurden dazwischen gestopft.

Kurz nach Weihnachten war die Situation an den Sammelstellen für Altpapier wieder chaotisch: Zwischen den Containern und davor lag wieder einiges an Unrat.

Kurz nach Weihnachten war die Situation an den Sammelstellen für Altpapier wieder chaotisch: Zwischen den Containern und davor lag wieder einiges an Unrat. © Czichowski

Die Szenerie, die dort am 27. Dezember zu beobachten war, dürfte aus Sicht der GWA nur wenig zufriedenstellend sein. Zumal der Wertstoffhof an diesem Tag wieder regulär geöffnet hatte. Gegen Mittag fuhren innerhalb weniger Minuten einige Autos vor. Menschen stiegen aus und versuchten, ihr Altpapier in die letzten Lücken in die Container zu schieben.

Ganzer Kofferraum voll Altpapier

„Die sollen bald entfernt werden? Das wird lustig“, sagt eine Frau, die über den Parkplatz schlendert und deutet mit ihrem Finger auf die Container. Zwei weitere Frauen, die anonym bleiben wollen, haben den ganzen Kofferraum voll mit Altpapier. Auch sie kritisieren die Zustände auf dem Parkplatz an der Kirchstraße.

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„Die wurden noch vor Weihnachten geleert. Das ist keine Woche her“, sagt eine von ihnen und schüttelt mit dem Kopf. Eine Lösung gegen die illegale Müllentsorgung wissen sie nicht. Das Problem wird aus ihrer Sicht zumindest nicht durch die neue Regelung mit der blauen Tonne für jeden Haushalt gelöst.

Sie befürchten dadurch nur noch mehr Müll, der künftig anderswo in der Gemeinde abgeladen werden könnte: „Ich brauche nur ein paar Mal die Woche bei Amazon bestellen, dann ist die Tonne sofort voll“, sagt die andere Frau, während sie das Altpapier aus dem Kofferraum in eine Kiste sortiert.

„Wie ist das mit Menschen, die nicht mehr so mobil sind?“

Davon, dass sie in diesem Fall ab Januar den Wertstoffhof anfahren müssen, halten sie nicht viel. Auch wenn die Entsorgung von Altpapier dort kostenlos ist. Für sie persönlich sei das Problem gar nicht mal so groß, „aber wie ist das mit älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind?“, fragt ihre Begleiterin.

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Für sie war die Anfahrt zu den Containern erfolgreich: Sie fanden ein paar wenige Stellen, wo sie ihren Abfall noch hinein schieben konnten, und stiegen dann mit der leeren Kiste wieder ins Auto.

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