„Das hat uns getroffen“: Bauverein reagiert auf die Diskussion um Baupläne

dzBaugebiet Bahnhofstraße

In den vergangenen Wochen ist die Diskussion um den Bau neuer Wohnhäuser an der Bahnhofstraße hochgekocht. Der Bauverein fühlt sich missverstanden.

30.06.2020, 15:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über mehrere Wochen zog sich die Debatte um mögliche neue Wohnhäuser zwischen Bahnhofstraße und Montanhydraulikstraße. Nach zwei von Emotionalität geprägten Protesten von Anwohnern des Bauvereins, die durch das Vorhaben unter anderem ihre Gärten bedroht sahen, will der Bauverein jetzt Missverständnisse aus dem Weg räumen.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion haben der Aufsichtsratsvorsitzende des Bauvereins, Wilfried Brinkmann, und der stellvertretende Vorsitzende Jörg Wahle noch einmal zu dem Sachverhalt Stellung bezogen. Sie fühlen sich missverstanden, wollen Ungereimtheiten aus dem Weg räumen.

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Das Vorhaben, so erklären die beiden Vertreter des Bauvereins unisono, sei von Beginn an falsch verstanden worden. „Ich glaube, ein Teil der Öffentlichkeit hat nicht verstanden, was es bedeutet, wenn von einer Planung gesprochen wird“, sagt Brinkmann.

Für das Bauvorhaben des Bauvereins steht die Fläche der Gemeinde (grün gefärbt) nicht zur Verfügung. Denkbar wäre nach aktuellem Planungsstand, dass auf dem Gelände des Bauvereins (blau) „nur“ ein neues Wohnhaus entsteht. Auch dafür müssen mit dem Kreis Unna und der Gemeinde Holzwickede aber noch einige Details geklärt werden.

Für das Bauvorhaben des Bauvereins steht die Fläche der Gemeinde (grün gefärbt) nicht zur Verfügung. Denkbar wäre nach aktuellem Planungsstand, dass auf dem Gelände des Bauvereins (blau) „nur“ ein neues Wohnhaus entsteht. Auch dafür müssen mit dem Kreis Unna und der Gemeinde Holzwickede aber noch einige Details geklärt werden. © Bornemann Architekten

Bauverein verteidigt sein Vorgehen: „Es waren noch viele Fragen zu klären“

Als der Vorsitzende des Bauvereins, Wolfgang Böcker, im Planungs- und Bauausschuss am 12. Mai eine erste Vision vorgetragen hatte, sei noch überhaupt nicht klar gewesen, in welche Richtung sich das Projekt entwickeln könnte.

„Es waren noch viele Fragen zu klären“, sagt Wahle. Dass man mit den Mietern an der Bahnhofstraße zu diesem Zeitpunkt noch kein Gespräch gesucht hat, habe vor allem damit zu tun, dass man ihnen nichts Halbgares habe präsentieren wollen.

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Jetzt, knapp sechs Wochen nach Bekanntwerden der Pläne, habe sich die Situation immerhin völlig anders entwickelt, als es die Anwohner befürchtet hatten. Die verfrühte, und lautstark geäußerte Kritik habe den Bauverein hart getroffen, sagt Brinkmann.

Zwei essentielle Sorgen können die beiden Vertreter des Bauvereins den Mietern der Bahnhofstraße inzwischen nehmen: Dadurch, dass die Gemeinde einem Verkauf der angrenzenden Fläche eine Absage erteilt hat, ist zumindest die Überplanung der sich dort befindenden Gärten vom Tisch.

Momentan ist ein Wohnhaus die realistischste Variante

Der Bauverein zieht demnach lediglich in Erwägung, die eigene Fläche mit „nur“ einem Wohnhaus zu bebauen. Das könnte zwar Garagen und auch Grünflächen betreffen, die Mieter derzeit als Gärten benutzen. Der Bauverein werde aber mit den Mietern sprechen, wenn es etwas spruchreifes zu vermelden gibt. „Das, was die Mieter dort momentan nutzen, werden sie auch nachher nutzen können“, sagt Brinkmann, „nur vielleicht an anderer Stelle“.

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