Das christliche Wunderwerk Baum als Zeichen für den Klimaschutz

dzÖkumenischer Erntedankgottesdienst

Der ökumenische Gottesdienst zum Erntedankfest hatte eine aktuelle politische Botschaft. Junge Bäume schmückten erst den Altar und wurden später gemeinsam eingepflanzt.

von Lena Zschirpe

Holzwickede

, 06.10.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unseren Planeten schützen, Ressourcen schonen und vor allem Dankbarkeit zeigen: Der ökumenische Gottesdienst zum Erntedankfest in der evangelischen Kirche verband am Sonntag nicht nur die drei Kirchengemeinden am Markt, sondern auch weitere Holzwickeder Institutionen. Auch die aktuellen Konfirmanden und Kommunionskinder gestalteten ihn teilweise mit.

Der Familiengottesdienst behandelte die Sorge um den drohenden Klimawandel. Im Anschluss wurden insgesamt sechs Bäume an verschiedenen Orten in Holzwickede gepflanzt. Neben den vier Kindertagesstätten waren auch die „Parents for future“ beteiligt und nutzten die Gelegenheit, um darüber aufzuklären, was jeder Zuhause verändern und damit die Umwelt positiv beeinflussen kann.

Bäume als Wunderwerke

„Als wir begonnen haben, diesen Gottesdienst zu planen, war schnell klar, dass wir darüber reden wollen, was uns derzeit alle bewegt: der Klimawandel“, sagte Pfarrer Bernhard Middelanis zu Beginn. „Gott hat uns das Wunderwerk Baum gegeben. Als ich einmal in einem Kindergarten fragte, was Bäume können, antwortete ein Kind „Sie können die Luft reinigen.“ - Dass so junge Kinder das schon wissen ist klasse!“ Symbolisch schmückten während des Gottesdienstes sechs junge Bäume den Altarbereich der evangelischen Kirche. Anschließend wurden diese von den Kindertagesstätten auf ihren jeweiligen Grundstücken gepflanzt.

„Parents for future“ plant weitere Bäume

Auch Ideen, wie jeder Gutes für das Klima tun kann, standen im Vordergrund, die Fürbitten richteten sich sogar direkt an die Demonstranten der „Fridays for future“-Bewegung. „Man kann zum Beispiel weniger Fleisch essen oder Kunststoffe und Plastik-Verpackungen vermeiden“, schlägt Judith Kuck-Bösing von „Parents for future“ vor. „Viele von uns versuchen auch, möglichst viel Rad zu fahren und ein Mitglied macht sich sogar Kosmetik selber.“ Die Gruppe möchte nicht nur auf sich selbst bezogen agieren, sondern auch andere sensibilisieren.

Das christliche Wunderwerk Baum als Zeichen für den Klimaschutz

Direkt nach dem Gottesdienst wurden die Bäume bereits gepflanzt. © Kerstin Dreisbach-Dirb

„Demnächst sind wir mit den Grünen im Gespräch um zu schauen, welche politischen Möglichkeiten es gibt. Außerdem wollen wir auch an die Schulen herantreten, um beispielsweise das Schulessen nachhaltig zu gestalten.“ Auch eine Baumpflanz-Aktion im Bürgerwald sei geplant, hierfür nimmt die Gruppe noch Spenden entgegen. „Wir sind immer auf der Suche nach Plätzen für neue Bäume. Wir würden uns auch freuen, wenn Privatpersonen sich bereit erklären, einen Baum von uns auf ihrem Grundstück pflanzen zu lassen.“

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