Darum quetschen sich Holzwickeder Feuerwehrleute durch eine Leiter

dz„Leiter-Challenge“

Ausrücken zum Einsatz: Ein Trupp der Holzwickeder Feuerwehr macht sich einsatzbereit und rückt aus. Die Kamera läuft. Und dann wird es im Video auf den ersten Blick kurios.

Holzwickede

, 28.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich: Ausgerüstet mit Atemschutzgerät und Druckluftflasche steuern zwei Holzwickeder Feuerwehrleute in der Rettungswache Süd in Hengsen eine Leiter an, legen Ausrüstung ab, schieben Druckluftflasche und Helm zwischen den Sprossen hindurch und zwängen sich dann selbst samt Schutzkleidung durch die engen Öffnungen.

Die ganze Aktion dauert gute anderthalb Minuten, mit Einsatzvorbereitung kommen so insgesamt gut fünf Minuten zusammen, die Maximilian Pokolm und Justin Fernholz in einem Video zusammengeschnitten und unter der Woche auf dem Facebook-Kanal der Holzwickeder Wehr online gestellt haben.

Durch die Leiter drückt sich im Video neben Pokolm auch Feuerwehrfrau Jennifer Ganz. Hinter der Aktion steckt die sogenannte „Leiter-Challenge“, eine Herausforderung, der sich mittlerweile Wehren im ganzen Land gestellt haben.

Auch im realen Einsatz kann es mal eng werden

Was spektakulär aussieht, hat durchaus einen ernsten Hintergrund: „Wir wollen zeigen, mit viel Ausrüstung wir mitunter unterwegs sind und dass wir uns im Einsatz durchaus auch durch solche Engstellen quetschen müssen“, sagt Gruppenführer Christopher Peschel.

Simuliert wird konkret der Einsatz eines Duos unter Atemschutz. Die Atemschutzgeräteträger sind gesondert geschult und kommen immer zu zweit zum Einsatz – zum Beispiel wenn ein Einsatz in einer verrauchten Wohnung ansteht.

Nicht nur die beiden Atemschutzgeräteträger waren „im Einsatz“: Für die „Leiter-Challenge“ rückten (hinten v. l.) Jan Schmale, Joshua Drescher,Marc Hellmold, Dominik Rademacher, Christopher Peschel sowie (vorne v. l.) Kai Brune, Justin Fernholz, Jennifer Ganz und Maximilian Pokolm aus.

Nicht nur die beiden Atemschutzgeräteträger waren „im Einsatz“: Für die „Leiter-Challenge“ rückten (hinten v. l.) Jan Schmale, Joshua Drescher,Marc Hellmold, Dominik Rademacher, Christopher Peschel sowie (vorne v. l.) Kai Brune, Justin Fernholz, Jennifer Ganz und Maximilian Pokolm aus. © FW Holzwickede

Jetzt lesen

Peschel schätzt das Gewicht der Ausrüstung im Video mit Atemschutzgerät, Anzug, Helm auf rund 20 Kilogramm. Im realen Einsatz kämen auch noch Axt, Wärmebildkamera, Taschenlampen, Ersatzschlauch und Rauchschutzvorhang hinzu. „Die Ausrüstung wie im Video ablegen, das wäre der Notfall. Aber es kann im Einsatz durchaus erforderlich sein“, so Gruppenführer Peschel. Innerhalb einer Woche wurde das Video schon knapp 1700-mal aufgerufen.

Feuerwehr erklärt Fahrzeuge und Ausrüstung auf Facebook

Überhaupt ist die Holzwickeder Wehr auf Facebook sehr aktiv: So stellen die Kameradinnen und Kameraden in Video- und Fotobeiträgen ihre Fahrzeuge vor oder erklären ihre Ausrüstung. Für den Spaß zwischendurch kann man sich auch mal ein Feuerwehrauto zum Ausmalen runterladen. Was auch nicht fehlt: Akribisch werden alle Einsätze der beiden Holzwickeder Löschzüge aufgeführt.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Freibad Schöne Flöte
Schöne Flöte: Besucher-Andrang am ersten Wochenende hält sich in Grenzen