CSG-Schüler beleuchten die Rolle Borussia Dortmunds während der NS-Zeit

dzProjekt zwischen Gymnasium und dem BVB

Im November untersuchten Schüler des CSG in Kooperation mit dem BVB und der Steinwache Dortmund die Rolle des Fußballvereins während des NS-Regimes. Nun stellten sie ihre Ergebnisse vor.

Holzwickede

, 10.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Das Lied der „Moorsoldaten“, vorgetragen von Fiona Mörth, leitete am Sonntag eine detaillierte Präsentation der Clara-Schumann-Schüler zur Rolle von Borussia Dortmund während der Zeit des Nationalsozialismus ein.

Zuvor verwiesen Schulleiterin Andrea Helmig-Neuman, Landrat Michael Makiolla und Torsten Schild von der BVB-Fanabteilung auf die wichtige Rolle der Jugend. In Zeiten, in denen rechtes Gedankengut wieder in den gesellschaftlichen Fokus rückt, sei ein Projekt wie zwischen dem CSG und dem BVB wichtig, damit sich Vergangenheit nicht wiederholt.

In Zusammenarbeit mit BVB-Archivar Gerd Kolbe und auch Ortshistoriker Wilhelm Hochgräber haben sich die Abiturjahrgänge und die Aydaco-AG der Schule Mitte November über mehrere Tage mit dem BVB in der NS-Zeit befasst. Ihre Ergebnisse haben die Schüler am Sonntag im vollbesetzten Foyer des Gymnasiums präsentiert.

CSG-Schüler beleuchten die Rolle Borussia Dortmunds während der NS-Zeit

Unter den zuhörern im prall gefüllten Foyer des CSG war auch Landrat Michael Makiolla (vorne, 2. v.l.). Durch das Projekt würde das CSG seine Zertifizierung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bestätigen, sagte er in seinem Grußwort. © Borys P. Sarad

Ein professionell animiertes Video zur Geschichte des BVB unter Gründungsvater Franz Jacobi bis hin zum Zweiten Weltkrieg eröffnete den Gästen einen leichten Zugang zu einem schweren Thema. Insgesamt acht Projektgruppen stellten ihre Ergebnisse in vielfältiger Form vor, darunter waren Powerpoint-Präsentationen über die sportliche Entwicklung des BVB zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, als ein Tor durch Dortmunds ersten Nationalspieler August Lenz den ersten Sieg über Erzrivale Schalke 04 brachte, die damals favorisiert waren.

Weitere Themen waren das zwiespältige Verhältnis des Vereins zum Nazi-Regime oder ein genauer Blick auf Widerstandskämpfer beim BVB. So wie Heinrich Czerkus. Der kommunistische Platzwart wurde nach Machtübernahme der Nazis verhaftet und hingerichtet.

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