Coronavirus: Vivo will mit neuen Gerichten und mediterranem Flair wieder Gäste anlocken

dzGastronomie in Holzwickede

Das Restaurant Vivo hat sich vom Corona-Lockdown erholt. Von Normalbetrieb kann der Gastronom Jens Reckermann aber noch nicht sprechen. Er glaubt, dass viele Gäste noch etwas ängstlich sind.

Holzwickede

, 05.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

An die Zeit des Lockdowns denkt Vivo-Betreiber Jens Reckermann nicht mehr allzu oft zurück. Die Corona-Krise, so erzählt er, sei in seinem Gastronomiebetrieb durchaus spürbar gewesen. Schlaflose Nächte habe er aber nicht gehabt. „Wir haben es gut überstanden“, sagt er.

Die Situation der Gastronomie beurteilt er recht nüchtern: „Es gibt Dinge, die kann ich ändern. Es gibt aber auch Dinge, die kann ich eben nicht ändern.“ Gerade in Krisen-Zeiten, so findet er, „muss man mental entspannt bleiben“ und Entscheidungen möglichst mit Besonnenheit treffen.

Jens und Tanja Reckermann, Betreiber des Restaurants Vivo an der Hauptstraße haben unter anderem den überdachten Teil des Außenbereichs neu dekoriert.

Jens und Tanja Reckermann, Betreiber des Restaurants Vivo an der Hauptstraße haben unter anderem den überdachten Teil des Außenbereichs neu dekoriert. © Marcel Drawe

Vivo-Betreiber hat in der Corona-Zeit renoviert und die Speisekarte erweitert

Er und sein Team haben die Corona-Zeit jedenfalls so sinnvoll genutzt, wie sie es tun konnten. „Die Wände haben einen neuen Anstrich bekommen, wir haben neu dekoriert und unsere Speisekarte um ein paar Gerichte erweitert“, sagt Reckermann. So stehen neben vielen mediterranen Gerichten, darunter vorwiegend Tapas, neuerdings zum Beispiel auch ein Sherry-Hähnchen-Gericht und gebackene Ziegenkäsepralinen auf der Vivo-Speisekarte.

Vor dem Eingang hat Reckermann einen eigenen Vivo-Wegweiser angebracht. Auf der Beschilderung stehen mehrere Slogans, die für die Philosophie des Betriebs stehen sollen. „Ich liebe Tapas“, lautet etwa einer der Sprüche.

Die Vivo-Gastronomen haben die Zeit im Corona-Lockdown genutzt: Ein Wegweiser mit mehreren Schildern enthält Slogans, die für die Philosophie des Betriebs stehen.

Die Vivo-Gastronomen haben die Zeit im Corona-Lockdown genutzt: Ein Wegweiser mit mehreren Schildern enthält Slogans, die für die Philosophie des Betriebs stehen. © Marcel Drawe

Außer-Haus-Service boomt, aber Veranstaltungen fehlen noch

An der grundsätzlichen Ausrichtung von Vivo hat sich aber nichts geändert. Jens Reckermann und seine Frau Tanja setzen weiterhin auf mediterranes Flair, das vor allem Stammgäste anlockt. Die Laufkundschaft, so erläutert Reckermann, ist in seinem Lokal schon vor der Corona-Zeit nicht allzu groß gewesen.

Auf einen Lieferdienst hat Vivo während des Lockdowns verzichtet. In den sechs Wochen seit der Wiederöffnung sei aber vor allem der Außer-Haus-Service gefragt gewesen. Veranstaltungen wie Geburtstage finden bei Vivo momentan kaum statt. Stattdessen nutzen Gäste vermehrt die Möglichkeit, Vivo-Gerichte bei Partys zuhause anzubieten.

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Bei 100 Prozent liegt die Zahl seiner Gäste jedenfalls noch nicht. Er vermutet, dass viele Menschen im Verhalten vorsichtig sind, sich bei einem Besuch im Restaurant noch nicht ganz wohlfühlen. „Dafür habe ich vollstes Verständnis“, sagt Reckermann, „wir haben uns aber trotzdem gefreut, einige unserer Gäste wiederzusehen.“

„Nur“ vier Tische weniger: Keine Probleme bei Hygiene- und Abstandsregeln

Mit der Einhaltung der Hygieneregeln, so erläutert Reckermann, hat sein Team kaum Probleme. Regelmäßiges Händedesinfizieren, die Tische noch häufiger zu reinigen und darüber hinaus dazu entsprechende Listen führen: All das sei nach den ersten Tagen zur Routine geworden.

Wie in jedem anderen Lokal auch, muss der Vivo-Betreiber Jens Reckermann seinen Gästen Desinfektionsspender zur Verfügung stellen. Ein großer Spender befindet sich direkt am Eingangsbereich.

Wie in jedem anderen Lokal auch, muss der Vivo-Betreiber Jens Reckermann seinen Gästen Desinfektionsspender zur Verfügung stellen. Ein großer Spender befindet sich direkt am Eingangsbereich. © Marcel Drawe

Genauso unkompliziert verhält es sich auch mit den Abstandsregeln. Die überschaubare Größe des Restaurants war dabei ein Vorteil: „Unser Saal ist glücklicherweise ziemlich breit und nicht so schlauchförmig. Wir mussten im Grunde nur vier Tische entfernen, damit die Distanz eingehalten werden kann.“

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„Wir alle haben voller Sorge nach Italien oder Spanien geblickt“

Reckermann blickt zuversichtlich in die Zukunft und hofft, dass sich die Lage weiter beruhigt. „Wir haben in Deutschland noch ziemliches Glück gehabt. Wir alle haben voller Sorge nach Italien oder Spanien geblickt“, sagt er und will die wirtschaftliche Situation keinesfalls überbewerten: „Die Gesundheit ist aus meiner Sicht die Hauptsache“

Restaurants, Kneipen, Cafés und Eisdielen dürfen wieder öffnen – aber unter strengen Auflagen. Wir nehmen das zum Anlass, uns vor Ort in Holzwickede ein Bild zu machen, wie der Betrieb in Corona-Zeiten läuft. In loser Folge stellen wir heimische Lokale vor.
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