Der Musicalverein "Vorhang auf, Holzwickede!" hat zuletzt 2019 auf der Bühne gestanden. Damals hat er "Natürlich blond" aufgeführt. Nun könnte 2022 die zweite Produktion präsentiert werden. © Vorhang auf, Holzwickede!
Vorhang auf, Holzwickede!

Coronavirus legt Holzwickeder Musicalverein viele Steine in den Weg

Die Proben laufen, auch ein Monat, in dem das Musical aufgeführt werden soll, ist schon ins Auge gefasst: Der Verein „Vorhang auf, Holzwickede!“ bereitet sich auf seine nächste Premiere vor.

Auf „Natürlich blond“ folgt in Holzwickede „Rock of Ages“. Der Musicalverein „Vorhang auf, Holzwickede!“ steckt in den Vorbereitungen für seine zweite Produktion. Dass das Ensemble gerade probt, war vor einiger Zeit alles andere als selbstverständlich. „Wir hatten Angst, dass wir gar nicht aufführen können“, sagt Kim Friehs, erster Vorsitzender des Vereins.

Das Problem: Ende des kommenden Jahres wird eine professionelle Produktion „Rock of Ages“ in einer Tour aufführen. Der Holzwickeder Musicalverein wollte seine Interpretation eigentlich schon im vergangenen Herbst aufführen, dann musste der Termin immer weiter verschoben werden. Da die Holzwickeder das Musical aber nicht selbst geschrieben haben, brauchten sie die Aufführungsrechte. Textbücher und Noten sind gemietet.

Verein darf Unterlagen zum Musical wegen Corona länger behalten

„Eigentlich wäre der Vertrag schon ausgelaufen“, erklärt Kim Friehs. Doch man habe sich mit dem Verlag abgestimmt und der Verein darf das Musical im April kommenden Jahres aufführen. „Wegen Corona haben wir den Vertrag umsonst verlängert bekommen.“ Für eine Tour Ende des kommenden Jahres gehen die Exklusivrechte dann an die professionelle Produktion.

»Wir haben jede Rolle doppelt besetzt. Das ist fürs Proben schwierig, aber unsere Rückversicherung.«

Kim Friehs, 1. Vorsitzender von „Vorhang auf, Holzwickede!“

Auf seinen großen Auftritt bereitet sich das Ensemble schon seit Monaten vor. Online-Chorproben haben die Mitglieder schon hinter sich gebracht und sind froh, nun wieder in Präsenz und in geschlossenen Räumen singen zu dürfen. Die Corona-Schutzverordnung macht es möglich, dass selbst die wenigen Ungeimpften mitsingen können. „Was die Chorstücke angeht, haben wir konstant durchgeprobt und sind damit schon relativ gut durch. Bei den szenischen Proben und den Tanzproben haben wir bisher die Hälfte geschafft“, gibt Friehs einen Einblick in den aktuellen Stand der Proben.

Rückstand wird an Probenwochenenden aufgearbeitet

Es seien viele zusätzliche Probenwochenenden angesetzt, an denen der Rückstand aufgearbeitet werden soll. Eines erschwert die Arbeit des Ensembles zusätzlich: Einige aktive Mitglieder haben das Ensemble verlassen. Teilweise hatten sie auch Hauptrollen besetzt, berichtet Friehs. Viele Schulabgänger und Studienanfänger hätten nun einfach keine Zeit mehr, sich im Verein zu organisieren. Und die Entscheidung, wie es nach der Schule weitergeht, sei bei manchen spontan getroffen worden. „Aber wir konnten die Rollen gut nachbesetzen“, berichtet Friehs. Mitten in den laufenden Proben sei beispielsweise ein extra Casting organisiert worden.

Die Corona-Pandemie hat die jungen Schauspieler aber sensibilisiert und deshalb werden Vorkehrungen getroffen, damit zumindest von Mitgliederseite einer Aufführung im kommenden Jahr nichts im Weg steht: „Wir haben jede Rolle doppelt besetzt. Das ist fürs Proben schwierig, aber unsere Rückversicherung.“

Corona spielt aber auch bei den Planungen für die Auftritte im kommenden Jahr noch eine Rolle. Aufgeführt werden soll „Rock of Ages“ voraussichtlich im April. „Wir haben auch eine Verantwortung, und so gut fühlt es sich noch nicht wieder an, Veranstaltungen mit mehreren 100 Leuten in einer geschlossenen Halle zu planen. Wir machen es nicht um jeden Preis.“ Fest steht für den Verein: Sollte sich die Pandemie-Lage bis dahin wieder verschlimmern, müssen die Darbietungen ausfallen.

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