Nur 30.000 Gäste: Corona und Beckenschaden vermiesen Badesaison in der Schönen Flöte

dzHolzwickeder Freibad

Wer nochmal in der Schönen Flöte seine Bahnen ziehen will, kann das nur noch bis diesen Sonntag. Kurz vor Bade-Schluss ist schon klar, dass man eine Saison zum Abhaken hinter sich hat.

Holzwickede

, 11.09.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Strenge Corona-Bestimmungen und ein plötzlicher Totalschaden im Nichtschwimmerbecken waren die Hauptgründe dafür, dass sich selbst an Spitzentagen nur gut 1200 Badegäste über einen Öffnungstag im Freibad Schöne Flöte verteilt haben. Gleichzeitig durften sowieso nie mehr als 1000 Besucher gleichzeitig auf der Anlage sein.

Trotz gesenkter Eintrittspreise ab Öffnungstag 30. Mai zählte Stefan Petersmann letztlich in dieser Saison nur rund 30.000 Besucher. Zum Vergleich: 2019 zählte der Chef der Holzwickeder Wasserversorgung rund 65.000 Gästen. Im Super-Sommer davor gar gut 90.000.

Wie sich die mauen Gästezahlen am Jahresende auf die Bilanz der Holzwickeder Wasserversorgung auswirken werden? „Wir wissen ja noch gar nicht, ob und wie viel Bund und Länder ausgleichen. Um verlässliche Aussagen zu treffen, braucht es auch ein bisschen Zeit. Ich will mich daran auch messen lassen, deshalb sage ich dazu etwas, wenn es konkret ist“, so Petersmann.

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Schöne Flöte

Saisonende und Hundeschwimmen

  • Letztmals in 2020 öffnet das Freibad an diesem Sonntag, 13. September, von 9 bis 19 Uhr.
  • Aufgrund von Corona verzichtet die Wasserversorgung als Betreiber des Bades dieses Jahr auf das Hundeschwimmen, das eigentlich am 19. und 20. September zum Saisonausklang geplant war.

Viele Aufgaben mussten zuletzt unter Hochdruck geleistet werden, etwa die Kostenkalkulation für das geplante Edelstahlbecken. „Das ist eine Herausforderung, weil die Rahmenbedingungen zur Förderung maximal sportlich und flankiert von einem Ratsbeschluss sind“, so Petersmann. Ein erhobener Daumen des Rates am 24. September wird maßgeblich, um das Projekt noch dieses Jahr mit Fördermitteln anzuschieben, die einen Großteil der Kosten decken würden.

Bei all den Schwierigkeiten: Schaut er als Chef der Wasserversorgung neidisch nach Dellwig, wo das Bürgerbad fast die gleichen Besucherzahlen wie im Vorjahr vorweist? „Das gönne ich jedem Bürgerbad. Es geht ja auch darum, eine Bäderkultur zu erhalten. Aber man sollte Äpfel und Birnen nicht vergleichen. Ein vergleichsweise kleines Bürgerbad geht anders strukturiert in eine Saison als ein großes Bad wie bei uns oder am Cappenberger See“, sagt Petersmann.

Freibäder untereinander schwer zu vergleichen

Ebenfalls zu beachten sei immer auch die dem Betrieb zugeordnete Rechtsform. Ein Freibadverein wie in Dellwig könne bei entsprechenden Mitgliederzahlen in kurzer Zeit viele ehrenamtliche Kräfte organisieren. „Ich kann ja nicht von jetzt auf gleich Leute einstellen wie ich will“, sagt Petersmann.

Für ihn und sein Team gilt es nun, das Freibad winterfest zu machen. Zudem möchte man zeitnah ein Konzept für die Nutzung der Kleinschwimmhalle zwischen Herbst und Frühjahr in Zeiten von Corona vorlegen.

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