Christliche Glaubensströme vereinen sich zu einem gemeinsamen Gottesdienst

dzÖkumenische Gebetswoche

Jede Weltreligion vereint verschiedene Glaubensströmungen in sich – so auch das Christentum. Während der ökumenischen Gebetswoche sollen die Konfessionen zueinander finden.

Holzwickede

, 17.01.2020, 10:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Katholiken, Protestanten, Kopten, Orthodoxe, Freikirchen – innerhalb des Christentums gibt es zahlreiche Konfessionen, die sich wiederum in einzelne Glaubensströme unterteilen.

Zwischen dem 18. und 25. Januar feiern die christlichen Kirchen weltweit eine Ökumenische Gebetswoche, um an die Einheit der Christen zu erinnern. In Holzwickede veranstalten die christlichen Gemeinden am Dienstag, 21. Januar, einen ökumenischen Gottesdienst.

Dieses Jahr ist die Freie Evangelische Gemeinde an der Hauptstraße 25 Gastgeber. „Erfahrungsgemäß kommen 50 bis 60 Besucher. Wir können im unserem Cafébereich aber problemlos für bis zu 100 Menschen Platz schaffen“, sagt Pastor Rolf Cyrus und sein katholisches Pendant Bernhard Middelanis fügt an: „In dem Fall wünschen wir uns gar die Platznot.“

Den Ökumenischen Gottesdienst in den Räumlichkeiten der FEG gestalten Vertreter der katholischen Gemeinden Liebfrauen und St. Stephanus, der Evangelischen Kirchengemeinde Holzwickede und Opherdicke, der FEG sowie der koptisch-orthodoxen Kirche Unna.

Ehrenamtler gestalten den Gottesdienst mit

Beim Gespräch mit dieser Redaktion ist es den Geistlichen wichtig zu betonen, dass im Vorfeld und auch beim Gottesdienst selbst zahlreiche Ehrenamtler mitwirken. Als Gastgeber nennt Rolf Cyrus für die FEG das Ehepaar Wirth, das sich vor Ort enorm einbringe. Bernhard Weberink aus dem Ökumenischen Arbeitskreis nickt bestätigend.

„Wir schließen uns der Ökumenischen Gebetswoche seit vielen Jahren an. Die Einheit ist ein Geschenk Gottes“, sagt Middelanis. Gelebt wird die Ökumene in der Gemeinde sehr aktiv: Nicht zuletzt ist der Ökumenische Taufgottesdienst an Pfingsten auf Haus Opherdicke auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.

Den Gottesdienst am kommenden Dienstag gestalten die Glaubensgemeinden gemeinsam. Musikalisch begleiten der Singkreis und Meinolf Nies an der Orgel den Abend. Und Magdalah Mickail von der koptischen Glaubensgemeinde kündigt ein Geschenk für alle Besucher an: „Wir haben 100 Rosen bestellt, die wir ausgeben.“

Prinzip der Ökumene leben: Einheit in Vielfalt

Inhaltlich wird die Reise des Apostel Paulus nach Rom eine Rolle spielen: Auf dem Weg strandete der einst auf Malta. Ein Thema, das für Kirchen mit Blick auf die Flüchtlingssituation in vielen Ländern aktueller denn je ist. „Gastfreundschaft, Nächstenliebe, Toleranz – die Vorbereitungsgruppe hat Ideen entwickelt, um das auch visuell im Gottesdient darzustellen“, sagt Middelanis.

Für Bernhard Weberink bietet der Ökumenische Gottesdienst viel Mehrwert: „Man lernt sich besser kennen und knüpft auch Kontakte.“ Geht es nach Magdalah Mickail muss der Besuch beim Ökumenischen Gottesdienst nicht einmalig sein: „Ich kann nur dazu aufrufen, dass man als Christ auch mal die Gottesdienste anderer Kirchen besucht.“

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