CDU will Preise für die Entsorgung von Sperrmüll senken

dzAbfallentsorgung

In Holzwickede wird im kreisweiten Vergleich weniger Sperrmüll entsorgt. Die CDU möchte die Preise für den Holservice senken, um eine Ungerechtigkeit aus dem Weg zu schaffen.

24.11.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Wochen war in Holzwickede viel über Müll diskutiert worden. Im Mittelpunkt stand dabei eher die illegale Entsorgung von Abfall. Debattiert wurde aber auch über die Preise vom Wertstoffhof. In einem Antrag an den Gemeinderat fordert die CDU jetzt, dass die Preise für die Entsorgung von Sperrmüll gesenkt werden sollen.

Sie seien nicht bürgerfreundlich, monieren die Christdemokraten. Gerade der Preis für den Holservice, von dem die Bürger in Holzwickede nach Angaben der CDU nur wenig Gebrauch machen, seien schlichtweg zu hoch. Außerdem soll sich der Rat in diesem Zusammenhang aber auch mit der Mengenbegrenzung von 0,5 Kubikmetern auseinandersetzen. Nach Auffassung der CDU sind sie alles andere als praxisgerecht.

In der Preisfrage bezieht sich die CDU auf die im gesamten Kreis geltende Grundgebühr für Sperrmüll. Die beträgt pro Jahr 4,52 Euro. Aus Sicht der Unionsfraktion ist das im kreisweiten Vergleich ungerecht.

Holzwickeder entsorgen vergleichsweise wenig Sperrmüll

Grund für diese Beurteilung ist die Tatsache, dass in Holzwickede verhältnismäßig wenig Sperrmüll entsorgt wird. Im Jahr 2018 haben die Holzwickeder pro Kopf 29,27 Kilogramm Sperrmüll entsorgt. Zum Vergleich: Der kreisweite Durchschnitt liegt bei 59 Kilogramm pro Einwohner.

„Nach Rücksprache [...] mit der GWA sollten durch die Einführung der Grundgebühr alle Kommunen an den Vorhaltekosten einer Sperrmüllaufbereitung beteiligt werden, unabhängig davon, ob sie durch die Gebührengestaltung oder sonstigen Satzungsregelungen die Inanspruchnahme fördern oder einengen“, heißt es in dem Antrag der CDU.

CDU fordert bürgerfreundliche Gebührensatzung

„Wir fordern daher die Gemeindeverwaltung auf, bei ihrer diesjährigen Abfallgebührenkalkulation eine bürgerfreundlichere Gebührensatzung mit weitgehend kreisweit angepassten Annahmekonditionen zur Beratung vorzulegen“, heißt es in dem Antrag der CDU abschließend.

Indem man die Preise senken würde, so erhofft sich die CDU, würden künftig mehr Menschen ihren Sperrmüll abholen lassen. Das habe zur Folge, dass die Ungerechtigkeit aus dem Weg geräumt werden könnte. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass dadurch in Zukunft mehr Holzwickeder vom Abholservice Gebrauch machen.

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