Carolin Kebekus und Ingo Appelt auf der Kleinkunstbühne Rausingen: Pure Fantasterei

dzHolzwickeder Kulturprogramm

Auf der Kleinkunstbühne Rausingen soll den Holzwickedern vor der Haustür ein Kulturangebot gemacht werden. Sogar große Namen wie Carolin Kebekus wurden angefragt. Die Realität ist aber: Das Konzept funktioniert nicht, wie einst angedacht.

Holzwickede

, 05.12.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeden Monat sollte die Kleinkunstbühne nach Eröffnung im September dieses Jahres ein Mal öffnen und den Holzwickedern Konzerte, Kabarett, Lesungen oder Vorträge bieten. Lediglich über die Sommermonate sollte eine Veranstaltungspause eingelegt werden.

„Wir müssen zugeben, dass wir uns da vielleicht ein zu hohes Ziel gesetzt haben“, sagte am Mittwochabend Matthias Aufermann, Fachbereichsleiter Schule, Sport, Kultur im Fachausschuss. Dem zuständigen Kulturbereich in der Verwaltung sei es nach Start des Angebots schwer gefallen, passende Künstler in ausreichender Menge zu buchen.

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Zahl der Veranstaltungen auf der Kleinkunstbühne wird reduziert

Aufermann kündigte an, dass man die Zahl der geplanten Veranstaltungen auf sechs pro Jahr reduzieren wolle. „Klasse statt Masse. Aber dennoch bleiben passende Buchungen schwer“, sagt Aufermann.

Laut dem Ersten Beigeordneten Bernd Kasischke sei man zuletzt mit einer Veranstaltungsagentur intensiv im Austausch gewesen, um überhaupt auszuloten: Welche Künstler in einer vergleichsweise kleinen Gemeinde wie Holzwickede zwischen Dortmund und Unna überhaupt realistisch sind.

Kristina Cikes, Kulturbeauftragte der Gemeinde, zählte im Ausschuss auf, welche Künstler aus diversen Genres man in den vergangenen Wochen angefragt habe. Große Namen wie Carolin Kebekus, Ingo Appelt, einige Neulinge oder eine ACDC-Tribute-Band waren darunter.

Einige Künstler stehen zumindest parat

Kebekus und Co. – versuchen kann man es ja mal. Realistischer seien aber Branchen-Neulinge. Und immerhin nannte Cikes auch vier Programmpunkte, die gebucht sind oder gebucht werden können.

Carolin Kebekus und Ingo Appelt auf der Kleinkunstbühne Rausingen: Pure Fantasterei

Die Band „Max im Parkhaus“ soll im März auf der Kleinkunstbühne Rausingen stehen. © Agentur

Wirklich fest steht davon aber bislang lediglich für März 2020 die Band „Max im Parkhaus“ um Sänger Kim Friehs. Zudem wäre ein Poetry-Jam-Abend mit den Künstlern möglich, die zuletzt beim Ehrenamtstag vor geladenen Gästen überzeugten.

Weiterhin denkbar sei zudem die Kombo „Chris Kramer&Beatbox‘N‘Blues“. Die mit Preisen ausgezeichnete Bluesband wäre eine charmante Buchung, weil in Stimmakrobat Kevin O‘Neil auch ein Holzwickeder Junge auf der Bühne stünde.

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Termine hält Cikes zudem für September frei: Möglich wäre es, dass dann der Musicalverein „Vorhang auf, Holzwickede“ auftritt, wenn die Kinderglückhalle im Eco Port dem Verein nicht zur Verfügung stünde.

Während die Fraktionen an sich die Ausführungen aus dem Kulturbereich weitgehend hinnahmen; mitunter gar die Bemühungen lobten, wurde in Michael Klimziak (SPD) der Ausschussvorsitzende deutlich. „Ich hätte künftig gerne ein Jahresprogramm, damit wir als Ausschuss entscheiden können, ob sich die Kosten dafür lohnen oder nicht.“

Dass die Kulturbeauftragte zuvor in die Runde fragte, inwieweit sich der Ausschuss Künstler X oder Y als Buchung vorstellen könne, das schmeckte Klimziak gar nicht. Der Ausschuss sei nicht dafür da zu eruieren, welche Künstler die Halle füllen oder nicht. „Das ist ihre Aufgabe“, sagte Klimziak an Cikes gerichtet.

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