Die erste Ferienwoche ist angelaufen und vom Emscherquellhof gibt es gute Nachrichten: Das Café öffnet ab dieser Woche regelmäßig. Auf die große Eröffnungsfeier müssen Gäste aber noch warten.

Holzwickede

, 15.07.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 3 min

Es ist endlich so weit: Das Café an der Emscherquelle nimmt seinen Betrieb auf. Kaffee, Kuchen, aber auch herzhafte Speisen wird es unter neuem Pächter erstmals ab Donnerstag, 18. Juli, geben. Dann öffnet das Café erstmals für Spaziergänger und Radfahrer seine Türen.

Fortan hat das Café immer donnerstags bis sonntags geöffnet. Von Montag bis Mittwoch ist geschlossen. An den beiden Wochentagen ist jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag je von 12 bis 18 Uhr. „Es wird eher eine sanfte Eröffnung ohne großen Bahnhof“, sagt Ilias Abawi.

Offizielle Café-Eröffnung im Rahmen des Emscher-Food-Festivals

Der Sprecher der Emschergenossenschaft verweist auf das Emscher-Food-Wochenende am 23. und 24. August. Wenn Livebands, Kinderprogramm und Foodtrucks über zwei Tage viele Besucher zum Hof locken sollen, will man den Termin auch von offizieller Seite nutzen, um den gastronomischen Regelbetrieb nachträglich zu eröffnen.

„Diejenigen, die gerne bei der Eröffnung dabei wären, sind eben momentan nicht da. Also machen wir das beim Emscher-Food“, sagt Abawi. Auch in der Führungsriege von Emschergenossenschaft als Eigentümer des Hofes und der Wewole-Stiftung als Pächter herrscht aktuell eben Urlaubszeit.

Ohne viel Tamtam dürfen sich also ab Donnerstag Ausflügler ein Bild vom Speisen- und Getränkeangebot, vom Service und vom Ambiente vor Ort machen. Vor Ort kümmert sich ein Team aus fünf Wewole-Mitarbeitern um die Gäste. Neben dem Café-Leiter werden drei Menschen mit Behinderung sowie eine Kraft auf 400-Euro-Basis im Emscherquellhof arbeiten.

Mitarbeiter sollen sich in Ruhe am Emscherquellhof einarbeiten

„Das sind Mitarbeiter, die bereits bei uns in gastronomischen Bereichen gearbeitet haben und für die Gegebenheiten vor Ort geschult wurden“, sagt Wewole-Sprecherin Inci Wagner. Für den Start sei es ganz gut, dass der „große Bahnhof“ noch folgt und man so Zeit hat, um sich in den laufenden Betrieb einzuarbeiten. „Wir freuen uns sehr, dass es nun losgeht. Das Wetter soll zum Start ja auch besser werden“, sagt Wagner.

Die ersten Besucher will man mit vergünstigten Preisen an die Quellenstraße 2 locken: Bis zum 28. Juli gehen Kuchen und alle Getränke für je 1,50 Euro über die Theke. Wer es lieber herzhaft mag, bekommt Flammkuchen, Laugenbrezeln und Bockwurst mit Kartoffelsalat serviert.

„Es freut uns zum einen für die Holzwickeder, dass durch das Café der Emscherquellhof wieder belebt wird. Und auch für Besucher von außerhalb wird der Hof so zum lohnenswerten Ziel“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Drossel.

Café im Emscherquellhof öffnet in dieser Woche seine Pforten für Gäste

Ein Ausflug zum idyllischen Emscherquellhof lohnt künftig auch bei Hunger und Durst: Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke und auch deftige Speisen sollen Ausflügler anlocken. © Marcel Drawe

Damit darf der Emscherquellhof nun auch als vollwertiges Ausflugsziel entlang des Emscherweges eingestuft werden: Hof Emschertal am Hochwasser-Rückhaltebecken zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel, der Berne-Park in Bottrop und Hof Emschermündung in Dinslaken bildet mit dem Emscherquellhof nun das gastronomische Quartett entlang des Emscherweges.

„Wir begrüßen es natürlich sehr, dass die Emschergenossenschaft unter dem Vorstandsvorsitzenden Uli Paetzel das Potenzial der eigenen Höfe entlang der Emscher erkannt hat“, sagt Ulrike Drossel.

Bis nun ein regelmäßiger Betrieb in Holzwickede startet, hat es bekanntlich am Ende länger gedauert, als ursprünglich angedacht. Nachdem im März 2018 mit der Wewole-Stiftung aus Herne ein neuer Pächter für den Emscherquellhof vorgestellt wurde, sollte der Cafébetrieb eigentlich schon im Sommer des vergangenen Jahres starten.

Café im Emscherquellhof öffnet in dieser Woche seine Pforten für Gäste

Zuletzt öffnete der Emscherquellhof nur zu besonderen Gelegenheiten wie hier beim Dîner en blanc Ende Juni. © Udo Hennes

Daraus wurde bekanntlich nichts. Bis auf ein Herbstfest blieb der Kalender zumindest für öffentliche Veranstaltungen im Vorjahr leer. Das Dîner en blanc des Partnerschaftsvereins Holzwickede-Louviers brachte zumindest schon Ende Juni dieses Jahres kurzzeitig Leben auf den Hof.

Derweil baute die Wewole an anderer Stelle seine gastronomischen Angebote aus: So betreibt die Stiftung seit Juni 2018 das Betriebsrestaurant „Schmackofatz“ im Technischen Rathaus in Herne, das auch für die Öffentlichkeit geöffnet ist.

Im April dieses Jahres kam das Café „CAPpuccino“ im Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof hinzu. Zudem eröffnete erst am 11. Juli ebenfalls dort im Bahnhof der Kiosk „NimmEssMit“. Weiterhin betreibt die Wewole eine öffentlich zugängliche Kantine im Castrop-Rauxeler Erin-Park sowie in Herne eine Großküche, die neben den eigenen Mitarbeitern auch Schulen und Kindergärten versorgt.

Wewole-Stiftung

Gemeinnütziges Sozialunternehmen

  • Die Wewole betreibt in Herne und Castrop-Rauxel verschiedene Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Die Menschen werden zum Teil ambulant betreut, wohnen mitunter aber auch eigenständig in Wohngemeinschaften.
  • Die Stiftung bietet Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen – von der Holz- und Metallverarbeitung über Landschaftspflege, Gastronomie oder Verpackungsarbeiten für Industrie und Handel.
  • Um Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu bringen, bietet man zudem diverse Bildungsmaßnahmen an, die in einer Stelle in den eigenen Werkstätten oder einer Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt münden sollen.
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