Trockenheit macht junge Bäume im Bürgerwald kaputt

dzErsatzpflanzung geplant

Die Trockenheit fordert auch im Holzwickeder Bürgerwald ihren Tribut: Mehr als ein Dutzend Jungbäume sind abgestorben. Für die Baumpaten sollen ersatzweise neue Bäume gepflanzt werden.

Holzwickede

, 18.09.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geburt, Hochzeit, runde Geburtstage, als Zeichen der Liebe – die Anlässe, um einen Baum im Holzwickeder Bürgerwald zu pflanzen sind vielfältig. Eindeutig ist jedoch der Grund, warum zuletzt 16 von insgesamt 142 Laubbäumen kaputtgegangen sind: Die zwischen 2016 und 2018 gepflanzten Bäume vertrugen die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre nicht.

Als Umweltbeauftragte der Gemeinde machte Tanja Flormann zu Wochenbeginn im Umweltausschuss klar, dass die betroffenen Paten einen Ersatzbaum bekommen. Die Paten seien bereits darüber informiert. Das will man gerne noch vor dem nächsten offiziellen Pflanztermin am Sonntag, 3. November, angehen.

Zur Sache

So kommt man zur Baumpatenschaft

  • Eine Baumpatenschaft im Holzwickeder Bürgerwald kostet 100 Euro. Dafür kann man aus einer Auswahl von Laubbäumen wählen, es gibt es eine Urkunde und eine Plakette am Baum.
  • Wer Interesse an einer Patenschaft hat, wendet sich an die Umweltbeauftragte Tanja Flormann unter Tel. (0 23 01) 91 54 14 oder über die Email-Adresse t.flormann@holzwickede.de

16 Ersatzbäume und die zusätzlichen Ersatzpflanzungen – das sei sonst organisatorisch schwer machbar. Zumal sich Interessierte noch bei Flormann melden können, die gerne eine Baumpatenschaft übernehmen möchten. „Das muss aber zeitnah passieren, weil die Vorbereitungen bereits laufen“, sagt Flormann. 17 Anmeldungen liegen ihr aktuell vor.

Umgepflanzt werden müssen zudem Bäume, die einem größeren Projekt im Wege stehen: Im Zuge des A40-Ausbaus, des Anschlusses Holzwickede-Ost und der geplanten Ostumfahrung über die L677n nehmen die Ausläufer eines geplanten Kreisels am Oelpfad Einfluss auf den Bürgerwald. Am südlichen Zipfel müssen zehn Bäume versetzt werden – darunter befinden sich einige der durch Trockenheit abgestorbenen Bäume.

„Das ist nur ein kleiner Teil der Wiese und wir können noch entlang der GWA-Zufahrt bis zum Oelpfad pflanzen. Dort ist bereits entsprechend markiert“, sagt Flormann. Auf der Wiese neben dem Wertstoffhof stehen aktuell 88 Bäume, weitere 54 Bäume wurden auf der anderen Seite des Oelpfads neben der Kleingartenanlage gepflanzt.

Rund 120 tote Bäume durch Trockenheit

Das zweite trockene Jahr in Folge wirke sich allgemein drastisch auf die Bäume im Gemeindebestand aus. Das bestätigt Bernd Hellweg als Leiter des Baubetriebshofes auf Nachfrage. Seine Schätzung, dass „zwei bis drei Prozent“ der Bäume nicht zu retten sind, mag überschaubar wirken. Bei rund 4000 Bäumen im Bestand sind das in Zahlen aber um die 120 tote Bäume.

Um Trockenperioden wirkungsvoller zu begegnen, werde man künftig auf Bewässerungssäcke setzen, wie sie bereits diesen Sommer zum Einsatz kamen und den Bestand aufstocken. Auch soll ein spezieller Gießaufbau für Nutzfahrzeuge angeschafft werden, um effizienter zu wässern.

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