Bürgermeister-Stichwahl: Zwei Parteien stellen sich hinter SPD-Mann Peter Wehlack

dzKommunalwahl 2020

Am 27. September geht es in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt: Zwei Parteien haben im Vorfeld das neutrale Feld verlassen – und sprechen eine klare Wahlempfehlung aus.

Holzwickede

, 19.09.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer soll Holzwickede in die Zukunft führen? Diese Frage müssen Wähler in den kommenden Tagen – wenn nicht bereits geschehen – für sich beantworten. Zur Auswahl haben sie bei der Bürgermeister-Stichwahl Ulrike Drossel (BBL) und Peter Wehlack (SPD).

Während Drossel vor allem durch ein starkes Ergebnis aus der ersten Abstimmung mit ordentlichem Rückenwind in die Stichwahl gehen wird, kann SPD-Kandidat Peter Wehlack nun auch auf die Unterstützung von Nicht-Genossen bauen. Wie FDP und Grüne in einer gemeinsamen Erklärung bekanntgeben, werden sie den Sozialdemokraten bei der Wahl unterstützen, sprechen dem Wähler eine Wahlempfehlung aus.

Bürgermeisterwahl: Grüne und FDP setzen in der Stichwahl auf Wehlack

„Nach guten Gesprächen zwischen Vertretern der SPD, den Grünen und der FDP steht der Entschluss: Die Grünen und die FDP unterstützen in der Stichwahl am 27. September den Bürgermeisterkandidaten Peter Wehlack“, schreiben sie in der gemeinsamen Mitteilung.

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Insbesondere für die übergreifenden Themen Schule, Digitalisierung, Klimaschutz und Familien sehen die beteiligten Parteien in Peter Wehlack den geeigneten Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Holzwickede. Zugleich stehe er mit seinem Einsatz in Sport und Kultur für neue zukunftsorientierte Entwicklungen und Angebote auch in diesen Bereichen.

CDU und die PARTEI bleiben in der Bürgermeisterfrage neutral

Interne Beratungen in dieser Sache haben auch bei der CDU stattgefunden: „Wir haben ausführlich darüber beraten. Wir unterstützen natürlich nach wie vor unseren Landratskandidaten Marco Morten Pufke“, sagte CDU-Chef Frank Lausmann auf Nachfrage.

In der Bürgermeisterfrage haben die Christdemokraten eine ebenso klare Haltung: „Wir haben dem Wähler ein Angebot gemacht. Das ist nicht so angenommen worden, wie wir uns das gedacht haben. Als guter Verlierer und noch besserer Demokrat akzeptiere ich das. Ich hielte es für falsch, jetzt jemand anders zu unterstützen“, erklärte der Christdemokrat, der sich nach dem ersten Wahlgang aus dem Bürgermeister-Rennen verabschieden musste.

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Ähnlich neutral hält es der Rat-Neuling die PARTEI: Wie der Ortsverbandsvorsitzende Justus Scherding mitteilte, gibt es innerhalb der Partei unterschiedliche persönliche Präferenzen, wem die Mitglieder bei der Stichwahl ihre Stimmen geben werden, eine Wahlempfehlung für Drossel oder Wehlack werde es aus ihren Reihen aber nicht geben. „Wir geben die Empfehlung ab, wählen zugehen, damit am Ende auch niemand schimpfen kann“, sagt Scherding.

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