Rennen um den Bürgermeister-Posten: FDP verzichtet auf eigenen Kandidaten

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Vier Kandidaten haben bisher angekündigt, sich im Herbst um das höchste Amt in der Gemeinde bewerben zu wollen. Die FDP stellt aus zwei Gründen keinen Kandidaten auf.

Holzwickede

, 27.03.2020, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben der amtierenden Bürgermeisterin Ulrike Drossel (BBL) mischen bei der Kommunalwahl im Herbst auch Peter Wehlack (SPD), Frank Lausmann (CDU) und Susanne Werbinsky (Grüne) beim Rennen um den Chef-Sessel im Rathaus mit. Die fünfte und letzte Ratsfraktion, die FDP, hatte die Entscheidung über eine eigene Kandidatur zuletzt hinausgezögert – bis jetzt.

„Potenzielle Kandidaten“ aus den eigenen Reihen hatten sich in den vergangenen Monaten die Zeit genommen, um persönliche und berufliche Belange zu klären. Offenbar passte eine Kandidatur bei keinem Mitglied in die aktuelle Lebensplanung: Wie die Holzwickeder Liberalen am Freitag mitteilten, werden sie keinen eigenen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt aufstellen.

FDP will sich mit verjüngtem Personal auf Ratsarbeit konzentrieren

Die Parteispitze um den Vorsitzenden Lars Berger führt zu dieser Entscheidung zwei Gründe an: So habe der FDP-Ortsverbandsvorstand erst kürzlich eine Verjüngung vollzogen. In dieser Zeit des personellen Umbruchs möchte die FDP nach eigenen Angaben ihren Schwerpunkt für und nach der Kommunalwahl 2020 auf die Ratsarbeit setzen.

„Hierfür werden wir uns mit einem jungen Team optimal aufstellen und somit auch unsere personellen Ressourcen effektiv einbinden“, begründet Berger. „Bei den jetzigen Verhältnissen sehen wir hier auch keine Notwendigkeit, einen reinen Zählkandidaten in den Wahlkampf zu schicken. Dieses wiederum nur zu machen, um die Möglichkeit zu bekommen, auf einem der wenigen Kandidatenpodien mitzudiskutieren zu dürfen, halten wir einfach nicht für sinnvoll“, erläutert der FDP-Chef weiter.

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Die Liberalen stellen stattdessen einen Spitzenkandidaten auf

Das solle aber nicht heißen, dass sie nicht bereit seien, „hier unsere politischen Ziele offen vertreten zu wollen“. Die FDP schickt daher stattdessen einen Spitzenkandidaten in den Wahlkampf, der die Reserveliste der FDP anführen soll. Dieser sollte ursprünglich in einer parteiinternen Wahlversammlung Ende April gewählt werden. Wegen der Corona-Pandemie wird sie allerdings verschoben.

Dass die Freien Demokraten auf die Chance fürs höchste Verwaltungsamt verzichten, beurteilen sie positiv: „Das anzustrebende Bürgermeisteramt soll möglichst neutral und überparteilich ausgeübt werden. Das aber sollte eine vorherige rein parteipolitische Profilierung allerdings überflüssig machen“, findet Berger.

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