20. Brief zu Weihnachten: Katholiken blicken auf eine Zukunft voller Herausforderungen

dzPastoraler Raum

Ende dieser Woche haben alle Katholiken in Holzwickede die 20. Ausgabe des Weihnachtsbriefs in ihrem Briefkasten. Der Titel hat sich zwar geändert, die Redaktion verfolgt aber das selbe Ziel.

Holzwickede

, 11.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp drei Monate hat das Redaktionsteam der katholischen Liebfrauenkirche an der 20. Ausgabe des Weihnachtsbriefs gearbeitet. Spätestens am kommenden Wochenende zum Dritten Advent werden dann die Boten des Teams rausrücken und die 4100 Exemplare an die Haushalte verteilen, in denen Katholiken wohnen.

Der Titel hat sich geändert. Statt „Weihnachtsbrief“ heißt er nun „Rückschau und Ausblick zu Weihnachten“. Die Lektüre des Werks soll nämlich nicht nur die Holzwickeder Katholiken auf die Weihnachtszeit einstimmen, sondern noch mehr: Es soll die Mitglieder der Gemeinde über die Aktivitäten des laufenden Jahres informieren und auch eine Art Einladung sein.

Zustellung zu Fuß

4100 Exemplare an katholische Haushalte

  • In der Manier vom Erzengel Gabriel überbringen 41 Freiwillige um Günter und Anita Gödecke in dieser Woche die frohe Weihnachtsbotschaft der Gemeinde in Form des Hefts „Rückschau und Ausblick zu Weihnachten“.
  • Es ist die inzwischen 20. Ausgabe, die bisher unter dem Titel Weihnachtsbrief herausgegeben wurde. Die Redaktion ist der Auffassung, dass der neue Titel treffender ist, weil es darin nicht nur um Weihnachten geht, sondern auch über die Aktivitäten der Gemeinde informiert wird.
  • In der Gemeindemitte bekommt jeder Haushalt ein Exemplar zugestellt, in dem mindestens ein Gemeindemitglied wohnt. In Opherdicke gehen die Weihnachtsbriefe an jeden Haushalt.

Nicht jeder ist in der Lage, in die Kirche zu gehen

Denn in Zeiten von leeren Kirchenbänken stellt sich auch die katholische Kirche in Holzwickede die Frage, wie man Gläubige künftig besser erreichen kann. Die Nähe zu Gott, so ist sich das Redaktionsteam um Wolfgang Nowak, Mitglied des Pfarrgemeinderates, sicher, sei den Menschen nicht weniger wichtig geworden.

Vielmehr haben die Menschen durch Arbeit und sonstige Verpflichtungen immer weniger Zeit, sich der Kirchengemeinde auch praktisch zuzuwenden. Mit Blick auf den demografischen Wandel gibt es zusätzlich immer mehr ältere Menschen, die es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in die Kirche schaffen.

Weihnachtsbrief als Informationsorgan für die Gemeinde

Für sie bleibt dann oft nur die Möglichkeit, Heilige Messen im Fernsehen zu verfolgen, oder sich eben im Weihnachtsbrief über die aktuellen Themen der Kirche zu informieren. Eben jene Menschen hofft das Redaktionsteam mit dem Brief zu erreichen.

Keine Namen von Verstorbenen

Folgen der Datenschutzgrundverordnung

  • Bei all der Freude, die die Zusammenstellung des Hefts der Redaktion bereitet, gibt es auch eine Veränderung, bei der sie ebenso ernüchtert wie machtlos ist.
  • Durch die Datenschutzgrundverordnung, die im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist, fällt eine Seite weg, auf der neben Todesfällen auch Trauungen und die Teilnehmer der Erstkommunion des jeweiligen Jahres aufgeführt waren.
  • Statt der Namen sind dort nur noch Zahlen aufgeführt: „Damit ist die beste Seite weggebrochen“, sagt Norbert Schulte aus dem Redaktionsteam. Es ist aber schier unmöglich, sich von all diesen Menschen die Zustimmung für eine Erwähnung im Brief einzuholen. Diesbezüglich Hinterbliebene von Verstorbenen anzurufen halten sie außerdem für pietätlos.

Für die gemeindeeigene Redaktion bedeutet das in erster Linie viel Arbeit. Zwar schreiben sie die Beiträge in erster Linie nicht selbst. Sie sind auf Texte von externen Verfassern angewiesen, die in den meisten Fällen von Menschen aus der Gemeinde geliefert werden. So werden in diesem Jahr zwei visuelle Darstellungen der Weihnachtsgeschichte abgedruckt sein, die von zwei Kindern stammen.

Die eigentliche Arbeit beginnt für die Redaktion beim Sortieren der Zuschriften dutzender Verfasser, beim Layouten und natürlich auch beim aufwendigen Korrekturlesen, wo höchste Akribie von Nöten ist, wenn man ein möglichst fehlerfreies Produkt liefern möchte. Dazu haben sich mit den beiden pensionierten Lehrern, Norbert Schulte und Friedhelm Hershoff zwei Redaktionsmitglieder bereit erklärt, die für diese Aufgabe durchaus prädestiniert sind.

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