Ausschreibung für Breitbandausbau in der zweiten Runde erfolgreich

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Gute Nachrichten beim Thema Breitbandausbau: In einer zweiten Ausschreibungsrunde hat sich ein Unternehmen gefunden, das neue Glasfaserkabel in Holzwickede verlegen will.

Holzwickede

, 21.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im diesjährigen Haushalt der Gemeinde sind 1,8 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Norden und Süden Holzwickedes vorgesehen. 90 Prozent dieser Summe sind förderfähig. Um die letzten weißen Flecken in der Gemeinde zu tilgen, müsste die Gemeinde effektiv 180.000 Euro ausgeben.

Allein: In einer ersten EU-weiten Ausschreibung fand sich bis Frühjahr kein Unternehmen, dass zu diesen Konditionen den Ausbau auch praktisch umsetzen wollte. Also musste der Auftrag zu verbesserten Konditionen neu ausgeschrieben werde, was natürlich entsprechend Zeit kostete. Nun geht das Verfahren dem Ende entgegen und tatsächlich ist ein Unternehmen bereit, den Auftrag anzunehmen.

Warten auf die Antwort vom Projekträger

„Wir haben ein Angebot bekommen, geprüft und würden das auch gerne in Anspruch nehmen“, sagt Wirtschaftsförderer Stefan Thiel. Momentan fehlt jedoch noch die Rückmeldung vom Projektträger. Die wird vom Breitbandbüro des Bundes, der „Atene Kom“, erwartet, die Kommunen bei der Förderung berät und dem Vorhaben den Segen geben muss.

Denn: Die Berechnungen, die zu den 1,8 Millionen Euro geführt haben, sind mittlerweile zwei Jahre alt. „In der Zeit haben sich die Baukosten geändert, auch enthält das Angebot eine andere Trassenführung, die berücksichtigt werden muss“, sagt Thiel. Sprich: 1,8 Millionen Euro werden für den Ausbau wohl nicht reichen und die Atene Kom muss das Projekt noch absegnen. Bis das geschehen ist, kann Thiel auch noch nicht verraten, welches Unternehmen die Arbeiten unternimmt.

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Bestenfalls startet der Breitbandausbau noch dieses Jahr

Wann die letzten weißen Flecken, Gebiete in denen die Breitbandverbindung unter 50 Megabit in der Sekunde liegt, tatsächlich verschwinden, lässt sich laut Thiel schwer sagen. Das sei einerseits von der „Atene Kom“ abhängig aber auch vom beauftragen Unternehmen. „Wenn es gut läuft, dann beginnen wir noch dieses Jahr“, sagt Thiel.

Durch den Ausbau sollen der Eco Port vollständig nach dem FTTB-Standard, die Schulen der Gemeinde sowie 47 private Adressen im Süden der Gemeinde erschlossen werden. FTTB bedeutet dabei einfach ausgedrückt: Glasfaser bis vor die Haustür.

Für die Schulen ist das vor allem vor dem Hintergrund des Medienentwicklungsplanes unabdingbar. Der sieht unter anderem moderne Netzwerkanschlüsse in allen Gebäuden vor – die nützen nur nichts, wenn nicht auch außerhalb der Schulen die entsprechende Infrastruktur gegeben ist.

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