Botschaft am Volkstrauertag: Zuhören wahrt den Frieden unter den Menschen

dzGedenken am Ehrenmal in Opherdicke

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges stand der Volkstrauertag am Sonntag im Zeichen dieser ersten globalen kriegerischen Auseinandersetzung, die 17 Millionen Menschen das Leben kostete.

Opherdicke

, 18.11.2018, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

In seiner Ansprache am Ehrenmal in Opherdicke erinnerte Pastor Bernhard Middelanis an die Glockenschläge vor einer Woche, die weltweit an den Waffenstillstand vom 11. November 1918 erinnerten und auf Initiative Großbritanniens von vielen Ländern aufgegriffen wurden. „Ich habe mir vorgestellt, dass sich der Glockenklang wie ein zartes Tuch über die Welt gelegt hat“, sagt Middelanis. Nur ein kurzes Zeichen des Friedens, heulten vor wenigen Tagen doch in Israel und Gaza bereits wieder die Sirenen, um vor Raketeneinschlägen zu warnen, wie Middelanis berichtete.

„Die Welt war vor 100 Jahren aus den Fugen geraten, sogar die biblische Botschaft wurde missverstanden, als sich Christen gegeneinander erhoben und kämpften“, sagte Middelanis. Er verwies auch auf den 21 Jahre später beginnenden Zweiten Weltkrieg mit vier mal so vielen Opfern als noch im Ersten Weltkrieg. Das Gedenken am Volkstrauertag richtete sich an alle Opfer vergangener Kriege, an verfolgte Minderheiten, an Opfer von Hass und Gewalt und auch an die Soldaten der Bundeswehr, die in aktuellen Konflikten ihr Leben ließen. „Frieden braucht Offenheit, Beharrlichkeit, Vertrauen. Und gerade bei konträren Meinungen müssen wir zuhören und versuchen, den Gegenüber zu verstehen“, sagte Middelanis.

Anwesend waren Abordnungen der Bundeswehr, der Bürgerschützen, des DRK, der Freiwilligen Feuerwehr. Der Posaunenchor Opherdicke und die Cäciliachöre begleiteten das Gedenken. Petra Kittl und Friedrich-Wilhelm Schmidt, Ortsvorsteher von Opherdicke und Hengsen, gedachten der Opfer am Mahnmal. Mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne endete die Gedenkveranstaltung.

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