Sven Stute (rechts) und Remi Ganczarczyk geben einen Einblick ins Testzentrum am Dortmunder Flughafen. Der Organisator des Testzentrums und der Stationsleiter © Carlo Czichowski
Corona-Pandemie

Bisher noch eher ein Geheimtipp: Der kostenlose Corona-Test am Dortmunder Flughafen

Seit dieser Woche kann sich am Dortmunder Airport jeder kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Neben Reisenden zieht das auch Menschen an, die keine Arztpraxis ansteuern wollen.

Der Traum von der Herdenimmunität ist seit Montag ein Stück in die Ferne gerückt. Der vorläufige Impfstopp von Astrazeneca bedeutet, dass man zumindest kurzfristig mehr auf andere Dinge achten kann, um sich vor einer Corona-Infektion zu schützen.

Dazu zählt neben der bekannten AHA-Regel (Abstand, Hygiene und Alltagsmaske) auch das regelmäßige Testen. Nur wer weiß, dass er infiziert ist, kann sich in Behandlung oder in Quarantäne begeben. In Holzwickede gibt es neben einem kommunalen Testzentrum, in dem jeder Bürger pro Woche einen kostenlosen Test durchführen lassen kann, auch eine Alternative.

Um das Testzentrum vom Dortmund Flughafen mit dem Auto zu erreichen, folgt man der Beschilderung „Ankunft“. Am schnellsten führt der Weg dorthin von Ebene Null des Parkhauses 1. © Frank Peterschroeder © Frank Peterschroeder

Sven Stute ist der Organisator des Testzentrums, das seit Anfang des Jahres von Medicare aus Köln am Dortmunder Flughafen betrieben wird. Wie er bei einem Besuch vor Ort verrät, haben dort seit Montag rund 200 Menschen täglich einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie viele davon aus Holzwickede stammten, kann er nicht sagen. Anmelden darf sich zum Bürgertest nämlich jeder, allerdings nur einmal pro Woche.

Eine Frau aus Lünen hat am Dienstag am Dortmunder Flughafen einen Corona-Test gemacht, weil ihr Sohn Krankheitssymptome hat und sie sich schlichtweg absichern wollte. © Carlo Czichowski © Carlo Czichowski

Sohn hat Krankheitssymptome, Mutter lässt sich testen

Zum Teil wird das Testzentrum von Reisenden genutzt, um sich vor dem Flug abzusichern. Es ist aber auch eine Anlaufstelle für Menschen, die ihn im Alltag machen wollen. So macht es am Dienstagmittag zum Beispiel eine Frau aus Lünen, die vor dem Abstrich kurz mit Stute ins Gespräch kommt.

Auf der Durchreise, so erzählt sie, ist sie nicht. Sie hat sich für einen „Bürgertest“ angemeldet, weil sie ihr Gewissen beruhigen möchte. „Mein Sohn ist beruflich viel unterwegs“, sagt sie. Seit ein paar Tagen habe er Krankheitssymptome. Obwohl er selbst zuletzt negativ getestet wurde, wollte sie dennoch einen Abstrich machen lassen. „Sicher ist sicher“, sagt die Frau aus Lünen.

Wer einen Termin hat, kommt schneller an seinen Corona-Test

Genau für solche Fälle wird der Test im Flughafen eben angeboten. Wie Stute erklärt, lohnt es sich aber auf jeden Fall einen Termin zu vereinbaren. Wer das macht, braucht vor Ort weniger Zeit und kann bei einer Schlangenbildung direkt über eine Faste Lane in die Testkabine.

Das Testzentrum am Dortmunder Flughafen: vorne rechts befindet sich die Anmeldung, links mehrere Testkabinen. © Carlo Czichowski © Carlo Czichowski

Bisher war das aber kaum nötig. Am Dienstagmittag war der Wartebereich ziemlich leer. Maximal zwei bis drei Menschen standen gleichzeitig in einer Schlange und mussten meist nur wenige Minuten warten. Und sollte es doch mal voller werden, wäre das auch kein Problem. Laut Stute kann man den Bereich noch erweitern.

Anmeldung im Internet unter www.covid-testzentrum.de

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski
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