Bis zu sechs neue Wohnhäuser dürfen entlang der Birkenstraße entstehen

dzWohngebiet

Zusätzlichen Wohnraum will die Gemeinde im Bereich der Birkenstraße schaffen. Einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplans wurde kürzlich zugestimmt. Eine Analyse des Kreises erinnert unterdessen an Holzwickedes Historie.

Holzwickede

, 18.12.2019, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sowohl im letzten Planungs- und Bauausschuss des Jahres als auch in der letzten Ratssitzung herrschte Einstimmigkeit über die Änderung des zugrunde liegenden Bebauungsplanes „Am Brauck“. Das Wohngebiet zwischen Friedhof und Massener Straße kann demnach künftig durch weitere Wohnhäuser erweitert werden.

Für den Bau von bis zu je drei Wohnhäusern östlich und westlich der Birkenstraße wurden damit die formellen Voraussetzungen geschaffen. Insgesamt umfasst die Fläche eine Größe von rund 3000 Quadratmetern. Sie teilt sich in einen östlichen Bereich auf, der einst die Friedhofsgärtnerei beheimatete sowie in einen westlich der Birkenstraße.

Durch die Änderung des Bebauungsplanes kann nun Baurecht geschaffen werden. Einen Kritikpunkt brachte im Fachausschuss Manfred Matysik (SPD) hervor, für den nicht ersichtlich war, warum die Baugrundstücke nicht über Stichstraßen mit Wendehammer angebunden werden sollen.

Keine zusätzliche Gemeindestraße durch Wohngebiet

Ralf Bessinger aus dem Bauamt erläuterte, dass man auf Ausbau eines Wendehammers verzichte, da dies bei zwei bis drei Bauten jeweils westlich und östlich der Birkenstraße einen zu hohen Aufwand bedeute. Die Frage nach Zufahrten für Entsorger würde sich nicht stellen, künftige Anwohner würden angewiesen, ihre Abfalltonnen auf einer Gemeinschaftsfläche an der Birkenstraße zu platzieren.

Die Absprache sei in einem nächsten Schritt dann Gegenstand des baurechtlichen Verfahrens. „Wir reden hier von Entfernungen, die maximal 30 Meter betragen. Das sollte Anwohnern zuzumuten sein“, sagte Bessinger.

Künftige Wohnhäuser würden demnach lediglich über Erschließungswege an die Birkenstraße angebunden. Zufahrten per Pkw zu Stellplätzen und Garagen sind dadurch gegeben.

Luftaufnahmen geben Hinweise auf Bombendetonationen

Interessanter Randaspekt aus dem Beteiligungsverfahren für Behörden und Bürger: Die Stabstelle für Planung und Mobilität merkt an, dass ein vorgelegter Kartenauszug Hinweise auf Bombendetonationen ergibt. Während des Zweiten Weltkrieges war der Holzwickeder Güterbahnhof mehrmals Ziel der Alliierten.

Der Verweis des Kreises macht deutlich, wie weit die abgeworfenen Bomben damals streuten. Der Kreis machte deutlich, dass die ausgewerteten Aufnahmen keine Hinweise auf Blindgänger geben können und eine mögliche Untersuchung durch den Kampfmittelräumdienst nicht ersetzen.

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