Der Parkplatz am Bahnhof bieten einen von vier Standorten, an denen E-Autos in Holzwickede öffentlich geladen werden können. © Greis
Elektromobilität

Bis zu sechs neue Ladesäulen sollen Stromtanken für E-Autos in Holzwickede erleichtern

Vier öffentliche Ladesäulen für Autos mit Akku gibt es schon, sechs weitere könnten folgen. Dabei soll auch ein oft geforderter Standort im Süden der Gemeinde bedacht werden.

Am 16. Mai 2017 hing das erste Elektroauto in Holzwickede an einer öffentlichen Ladesäule: An der Kirchstraße wurden in 23 Minuten und 6 Sekunden exakt 8,45 Kilowattstunden gezogen. 2019 kamen drei weitere Standorte an der Bahnhofstraße, in der Neuen Caroline und am Markt hinzu.

Seitdem sind knapp 9400 Kilowattstunden Strom aus den Ladesäulen in die Akkus von Elektro- oder Hybridautos geflossen. Das entspricht knapp 181 Ladungen für ein Tesla Model 3 in der Standardausführung, der eine Netto-Kapazität von 52 Kilowattstunden aufweist. Je nach Fahrweise reicht das für um die 350 Kilometer. Mit dem Strom aus öffentlichen Holzwickeder Säulen waren demnach seit 2017 mehr als 60.000 Kilometer elektrisches Fahren möglich.

Die Zahlen gehen aus Daten des Netzbetreibers Westnetz hervor, die unserer Redaktion vorliegen. Sie schließen auch eine Ladesäule am Firmensitz der Unternehmensgruppe Gatter3 an der Gottlieb-Daimler-Straße ein.

Bis zu sechs neue Ladesäulen im öffentlichen Raum

In Zukunft dürfte noch mehr Strom für elektrische Kilometer in Holzwickede gezogen werden: Die Verwaltung plant in Kooperation mit dem regionalen Energiedienstleiser Westenergie, bis zu sechs weitere Ladesäulen mittelfristig aufzustellen. Westenergie ist eine Eon-Tochter und firmierte vor der Übernahme unter dem Namen Innogy als Tochter des RWE-Konzerns.

Anderer Mutterkonzern, anderer Name, selbes Programm: Auch die Westenergie stellt geförderte Ladesäulen für Kommunen auf. Rund 7500 Euro zahlen die wiederum anteilig dafür. Die Elektromobilität fördern, ist eines der Ziele im Klimaschutzkonzept der Gemeinde. Die SPD-Fraktion forcierte im vorigen Herbst die Prüfung neuer Standorte per Antrag.

„Wir sind mit Westenergie dabei, weitere Standorte zu ermitteln und in der finalen Planung“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Drossel. Sie nennt weitere Ladesäulen in der Jahnstraße am Montanhydraulikstadion, an der Rausinger Halle, am Freibad Schöne Flöte außerhalb des beschrankten Parkplatzes sowie an der Unnaer Straße als Ziel. Wie sich bis zu sechs Säulen an den vier Standorte aufteilen, ist noch nicht bekannt.

Zunächst steht die Machbarkeit im Fokus und hier vor allem die Unnaer Straße beziehungsweise der Haarstrang-Parkplatz. Als potenzieller Lade-Standort wurde der im November 2019 noch abgelehnt. Leitungen müssten hier unter der Unnaer Straße entlang führen – die Verlegung sei wegen weiterer Versorgungsleitungen im Boden zu riskant, so die Absage-Begründung.

„Der Süden ist schwierig. Wir prüfen nun, ob eine Zuleitung auch über den Standort der Rettungswache Süd machbar ist“, so Drossel. Sollte das nicht möglich sein, wäre eine Säule entlang der Unnaer Straße auf der Friedhofsseite denkbar.

Über den Autor
Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis
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