„. . . bis es wehtut“: So geht das Ordnungsamt gegen Müll-Sünder vor

dzWilde Müllkippen

Die Funde von illegal entsorgtem Müll häufen sich. Das Ordnungsamt bestätigt, dass mehrere Verfahren gegen Müll-Sünder laufen. Mit der Sanktionierung ist es aber nicht ganz einfach.

Holzwickede

, 10.07.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wilde Müllkippen sind in Holzwickede momentan wieder ein Thema, das für Ärger sorgt. Dass Müll-Sünder auf frischer Tat erwischt werden, ist in Holzwickede sehr selten. Das Ordnungsamt wird meist erst im Nachhinein tätig: „Es gibt ein paar neuralgische Stellen“, sagt Torsten Doennges, stellvertretender Ordnungsamtschef.

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Zu ihnen zähle etwa der abgeschiedene Weg zur Kleingartenanlage am Oelpfad, wo erst in dieser Woche Möbel abgeladen wurden: „Bei einer Couch wird es schwierig, den Verursacher zu ermitteln. Bei Säcken oder Tüten gibt es aber manchmal Hinweise wie Aufkleber, anhand derer wir jemanden ausfindig machen können“, erklärt der stellvertretende Ordnungsamtschef. Damit sei man in manchen Fällen erfolgreich: Derzeit laufen mehrere solcher Verfahren.

Bußgeld für Müll-Sünder startet bei knapp 100 Euro

Die Höhe der Bußgelder richte sich nach der Müllmenge, der wirtschaftlichen Situation des Verursachers und nach der Frage, ob es sich dabei um einen „Wiederholungstäter“ handelt. „Wir benutzen das Geld gewissermaßen als Druckmittel. 50 Euro tun den meisten nicht weh“, so Doennges. Bei einem durchschnittlichen Einkommen seien im ersten Fall etwa 100 Euro fällig. Wird diese Person nochmal erwischt, steige das Bußgeld von Fall zu Fall, „bis es weh tut“.

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