Meinung

Biedermann Peter Steckel ist ein Schwurbler

Die Welt verändert sich stets und ständig. Daran ändern auch homophobe Facebook-Kommentare eines Holzwickeder CDU-Mannes nichts. Und deshalb darf man sie sich schenken, meint unser Autor.
Die Farben des Regenbogens stehen für Vielfalt, Akzeptanz und Toleranz. Wer das respektiert, kann sogar über Formen und Sinnhaftigkeit des Genderns diskutieren. Wer aber wie Peter Steckel andere Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder Sexualität zu „Randerscheinungen“ degradiert, disqualifiziert sich für eine solche Debatte. © dpa

Das tun sie ja gern die Konservativen. Die Bewahrer des Status quo: Vorsätzlich gegen alle Minderheiten, die ihnen gerade einfallen, lospoltern, und damit ihr Mütchen kühlen. Und wenn die erste kritische Nachfrage kommt: zurückrudern, relativieren, schwurbeln. Peter Steckel gehört zu denen, die sich in ihrer selbstgerechten Bequemlichkeit eingerichtet haben. Besser ändert sich nichts, war doch bislang auch alles gut! Für die Mehrheit allemal.

Steckel und Gesinnungsgenossen von der „Werte-Union“ ertragen Veränderung und Vielfalt nicht. Neues und Fremdes macht ihnen Angst, ihr Koordinatensystem gerät ins Trudeln. Warum begehren diese Randgruppen plötzlich auf, wollen wahrgenommen werden? Regenbogen, Gendersternchen und dieser ganze LGBTQ-Zirkus. Was soll das und was heißt das überhaupt?

Biedermänner liefern den Zunder für geistige Brandstifter

Hätten in der Vergangenheit immer nur die Konservativen das Sagen gehabt – liebe Frauen, erbarme euch Gott, ihr stündet immer noch mit der Kittelschürze am Herd und hieltet dem Ernährer der Familie die Pantoffeln bereit.

Wir brauchen solche Statements von Steckel nicht. Sie führen zu rein gar nichts. Das sind die Biedermänner, die den Brandstiftern Zunder geben.

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.