Müllsünder müssen damit rechnen, dass in ihre Tonnen geknipst wird

dzAbfallsatzung

Wer wiederholt seinen Abfall in die falschen Tonnen entsorgt, muss künftig damit rechnen, dass seine Vergehen im Foto festgehalten werden.

Holzwickede

, 03.12.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Gemeinde aktualisiert zum neuen Jahr ihre Satzung zur Abfallentsorgung. Das ist einerseits nötig, weil die Sammelstellen für Papiercontainer verschwinden, künftig jeder Haushalt eine Blaue Tonne bekommen soll. Andererseits stammt die ursprüngliche Satzung in ihrer ersten Form aus dem Jahr 2002.

Der Städte- und Gemeindebund empfiehlt den Kommunen eine aktualisierte Mustersatzung, an der sich wiederum die Abfallentsorgung in der Gemeinde ab Januar orientiert – vorbehaltlich der formellen Absegnung durch den Gemeinderat am 12. Dezember.

Zwar hatte auch die alte Satzung einen Vermerk, dass man die nächstgrößere Tonne zugewiesen bekommt, sollte festgestellt werden, dass die genutzte Größe zu klein ist. Die neue Satzung konkretisiert hier aber: Quillt die Tonne regelmäßig über, wird das per Foto festgehalten.

Müllsünder müssen mit Fotos von ihren Vergehen rechnen

Müllsünder, die außerdem Restmüll oder andere nicht geeignete Abfälle in der Bio- oder Papiermülltonne entsorgen, müssen damit rechnen, dass auch das durch GWA-Mitarbeiter im Foto festgehalten wird. Bei wiederholten Vergehen, kann das zu einer zusätzlichen Restmülltonne führen.

Im Umweltausschuss am Montagabend hat Dieter Buckemüller (CDU) hier jedoch eine Ungereimtheit ausgemacht: Ist die Restmülltonne einerseits wiederholt zu voll, kann nachjustiert werden.

Andererseits erlaubt die Satzung den Bürgern aber auch, vorübergehend graue Abfallsäcke zu nutzen, wenn ausnahmsweise mehr Restmüll anfällt und diese für die Abholung neben der Tonne zu platzieren.

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Mehrmalige Änderungswünsche kosten künftig Geld

Nach Belieben Tonnengröße und Abholrhythmus neu beantragen, das geht ab Januar nicht mehr. Solche Änderungswünsche können ein Mal im Jahr kostenfrei beantragt werden. Bei wiederholten Änderungswünschen wird eine Gebühr in Höhe von 15 Euro fällig. Ausgenommen hiervon sind Erstanmeldungen sowie defekte Tonnen, die ausgetauscht werden müssen.

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