Holzwickede hat rund 17.500 Einwohner. Fast genauso viele Menschen besuchten im Vorjahr Haus Opherdicke – das Niveau will der Kreis Unna halten. Derweil kündigt sich die nächste Ausstellung an.

Holzwickede

, 17.07.2019, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde“ – so heißt die Ausstellung mit Werken verschiedener Künstler, die noch bis zum 18. August auf Haus Opherdicke gezeigt wird. Danach ist Umbaupause, bevor Mitte September neue Kunstwerke im kreiseigenen Gut gezeigt werden.

Die kommen dann aus den Niederlanden: Der Kreis kündigt eine Kooperation mit dem Museum Arnhem an – ein pittoreskes Kunstmuseum, das seinen Schwerpunkt auf zeitgenössische und moderne Kunst legt. „Wir versuchen natürlich auch, eine jüngere Zielgruppe anzusprechen und dabei weiterhin unser Stammklientel zu bedienen“, sagt Sprecherin Fabiana Regino für den Kreis. Und das sei statistisch gesehen eben älter.

Fast jeder Einwohner Holzwickedes war 2018 auf Haus Opherdicke zu Besuch

Seit März ist die Ausstellung „Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde“ auf Haus Opherdicke zu sehen. © Udo Hennes

Grundsätzlich sieht man sich beim Kreis in den Angeboten auf Haus Opherdicke bestätigt. So bewegen sich die aktuell veröffentlichten Besucherzahlen für das Vorjahr auf einem stabilen Niveau: Rund 17.200 Besucher fanden 2018 den Weg auf das Gut. Zum Vergleich: 2017 waren es rund 18.000, im Jahr davor 14.000 Besucher. „Unser Ziel muss sein, das Niveau der vergangenen beiden Jahre zu halten“, sagt Regino.

Auf die genannten Zahlen kommt der Kreis nicht alleine durch wechselnde Ausstellungen wie „„Die Poesie des Alltags“ von August Wilhelm Dressler und Otmar Alts „Fabelhafte Zauberwelten“, die auch immer mit einem museumspädagogischen Rahmenprogramm einher gehen.

Vor allem die Angebote für den Nachwuchs haben sich gelohnt: Rund 1.100 Kinder nutzten im vergangenen Jahr mit ihren Lehrern diese Möglichkeit, sich künstlerisch auszutoben. Ein Begleitprogramm für Senioren fand immerhin 30 Teilnehmer.

Konzerte lockten Tausende Besucher zum Haus Opherdicke

Schöne Töne waren im vergangenen Jahr ebenfalls zu hören. Die zehn Konzerte der „WeltMusik – MusikWelt“-Reihe besuchten mehr als 1.400 Zuhörer. Die kammermusikalische Reihe umfasste 2018 insgesamt zwölf Konzerte, die rund 860 Besucher zählten.

Die erstmalige Teilnahme an der Nacht der Industriekultur, der „ExtraSchicht“, war mit fast 1000 Besuchern ein großer Erfolg. Die Auswertung der diesjährigen „ExtraSchicht“ wird wohl weniger Besucher ergeben – was aber nicht zwingend am Programm, sondern am Bahnchaos am Tag der Veranstaltung durch einen Oberleitungsschaden liegen dürfte.

Für schaurig-schöne Abende sorgte auch die etablierte Kooperation zwischen dem Kreis und dem Krimi-Festival „Mord am Hellweg“, dass alle zwei Jahre auch in Opherdicke Station macht.

Rahmenprogramm zur Ausstellung „Die Neue Frau“

Für die laufende Ausstellung „Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde“ kündigen sich einige Termine für Kunstliebhaber an: Los geht es schon am Donnerstag, 18. Juli, wenn eine Zeitreise von den 1920er- bis in die 1980er-Jahre ansteht.

„Starke Frauen – Starke Lieder, eine Hommage an die Weiblichkeit“ heißt das Programm des Duos Tirzah Haase und Armine Ghuloyan, die mit französischen Chansons und populären Balladen ab 20 Uhr im Spiegelsaal auftreten. Eine Stunde vorher ist die Ausstellung im Obergeschoss schon für die Gäste zur Einstimmung geöffnet.

Kurzfilme und Lesungen im Juli und August

Außerdem beinhaltet das Rahmenprogramm noch folgende Termine:

  • Donnerstag, 25. Juli: „Die schönsten Filme von Lotte Reiniger“ – ein Kurzfilmabend ab 20 Uhr im Spiegelsaal.
  • Samstag, 27. Juli: Autorinnenführung mit Lynn Busch ab 15 Uhr. Die Kunsthistorikerin führt anlässlich ihres Textes „Renee Sintenis und das Phänomen Neue Frau als Etablierungsmöglichkeit auf dem Kunstmarkt“ im Ausstellungskatalog durch die Gruppenausstellung.
  • Donnerstag, 1. August: Ein weiterer Filmabend zeigt ab 20 Uhr „Warum Frauen Berge besteigen sollten. Eine Reise durch das Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner“ von Regisseurin Renata Keller.
  • Samstag, 10. August: Den Abschluss des Rahmenprogrammes liefert die Veranstaltung „#LiteraturSommerHellweg“ während der Öffnungszeiten mit Lesungen und Musik auf dem Schlossgelände.

Die Veranstaltungen des Rahmenprogramms sind im Eintrittspreis enthalten. Ausnahme bildet „#LiteraturSommerHellweg“ – die Veranstaltung ist kostenlos. Um telefonische Anmeldung an der Museumskasse wird gebeten unter Tel. (02301) 9 18 39 72.

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