Neues Behindertenwohnheim für Holzwickede wartet auf Bewilligung aus Düsseldorf

dzBehindertenwohnheim

Für ein Behindertenwohnheim an der Friedhofstraße sollte bereits im Sommer 2018 Baustart sein. Mittlerweile sind für das Projekt nahezu alle Hürden überwunden. Im September kommt es nun zum entscheidenden Termin.

Holzwickede

, 12.08.2019, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Perthes-Stiftung und die Diakonische Stiftung Wittekindshof planen für Holzwickede gemeinsam den Bau eines Behindertenwohnheims an der Friedhofstraße. Die Träger warten noch auf grünes Licht aus Düsseldorf.

In dem Neubaugebiet soll künftig auf einer noch freien Parzelle das Projekt für Menschen mit geistiger, teilweise auch Körperbehinderung entstehen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der für Inklusion und soziale Teilhabe zuständig ist, hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, ebenso der Kreis Unna als Wohn- und Teilhabebehörde.

Projekt wird Mitte September im Landesbauministerium vorgestellt

„Lebensräume gestalten“, gemeinnützige GmbH und Tochterunternehmen der beiden Stiftungen, kann mit dem Bau allerdings noch nicht beginnen, bevor eine Förderung des Landes bewilligt ist.

Mitte September werde das Projekt im Landesbauministerium vorgestellt, kündigte Eckart Mank auf Nachfrage an. Werde danach die erwartete Förderbewilligung erteilt, können auch die konkreten Planungen beginnen.

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Eckart Mank ist Bereichsleiter eines Wohnhauses in Bönen, nach dessen Vorbild in Holzwickede gebaut wird. Das Wohnheim soll einmal 24 Plätze bieten und den Menschen ein „tagesstrukturiertes Angebot“ machen.

Bekannt sind Behindertenwerkstätten, in denen Menschen im erwerbsfähigen Alter tätig sind. Das Behindertenwohnheim ist dagegen für jene Menschen ausgerichtet, die in einer Werkstatt überfordert wären oder frühverrentet sind.

„Auch sie brauchen eine Tagesstruktur“, sagt Eckart Mank. Das Wohnheim an der Friedhofstraße soll daher auch Menschen Beschäftigung geben, die täglich anreisen, aber noch ein eigenes Zuhause haben.

Vorgesehen sind auch drei Krisenplätze: Tritt in den eigenen vier Wänden ein pflegerischer Notstand auf, könnten Behinderte für eine kurze Überbrückungszeit in das Wohnheim einziehen.

Das Wohn- und Beschäftigungsprojekt ist für Erwachsenen ab 18 Jahre konzipiert. Die ersten Planungen sehen ein zweigeschossiges Gebäude vor. Im Erdgeschoss wird es eine Wohngruppe mit acht Personen sowie die Räume für die Tagesbeschäftigung geben, in der ersten Etage zwei weitere Wohngruppen à acht Personen.

Eckart Mank rechnet mit einer Bauzeit zwischen ein und eineinhalb Jahren. Wann der erste Spatenstich getan werden kann, wird sich erst nach dem Präsentationstermin des Projekts Mitte September in Düsseldorf verbindlich sagen lassen können.

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