Baustelle sorgt für Lastwagen-Ballett in der Rausinger Straße

dzVollsperrung Stehfenstraße

Das war zu erwarten: Seit Montagmorgen ist die Stehfenstraße dicht. Das führte zum Wochenstart zu zahlreichen Wendemanövern von Lkw-Fahrern.

Holzwickede

, 22.10.2018, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde hatte am Freitagnachmittag eine entsprechende Pressemitteilung verschickt, dass die Stehfenstraße früher als geplant vollgesperrt werden müsse. Hohlräume in der Baustelle machten das erforderlich. Tiefer wird das Loch in der Straße zwar nicht, dafür aber länger. Bereits am Freitag hatten die Arbeiter vor Ort alte Brückenstahlträger ausgebuddelt. Anscheinend findet sich unter der Straße noch jede Menge Bauschutt, mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg Bombenkrater verfüllt wurden. „Es ist schwer nachvollziehbar, was sich da unter der Erde befindet und wie man das damals verfüllt hat“, sagt der zuständige Mitarbeiter im Fachbereich Technische Dienste.

Baustelle sorgt für Lastwagen-Ballett in der Rausinger Straße

Die Karte zeigt: Die offizielle Umleitung der Gemeinde zur Stehfenstraße ist ganz schön lang - und vielen Verkehrsteilnehmern offenbar zu umständlich. © Stepmap/Kohues

Dass der aktuelle Bauabschnitt aber so viele Probleme macht, wie der zuvor direkt am Rewe-Supermarkt, dass erwartet der Mitarbeiter nicht. „Da mussten wir in eine Tiefe von neun Metern gehen. Aktuell bleiben wir bei gewohnten 2,70 bis 2,80 Meter Tiefe“, so der Mitarbeiter. Der Kanal befand sich zudem nicht da, wo man ihn zuvor durch Untersuchungen vermutet hatte. Der Gemeinde entstanden dadurch Mehrkosten von 140.000 Euro bei einem geplanten Gesamtbudget von 250.000 Euro.

Die Stehfenstraße könnte ein Thema bleiben

Das Kanal-Teilstück neben dem Rewe ist mittlerweile saniert, nun ist eine weitere Stelle nahe des Kreuzungsbereiches an der Reihe. Eigentlich hätte die Stehfenstraße erst am 5. November und für eine neue Straßendecke vollgesperrt werden sollen. Diese Pläne sind aktuell hinfällig. Bei der Gemeinde rechnet man damit, dass die Vollsperrung zwei Wochen aufrechterhalten bleibt. Auf eine neue Straßendecke verzichtet man im Anschluss, weil der Unterbau der Straße das nicht hergibt. Stattdessen wird nur da asphaltiert, wo sich die Baustellen befanden. Inwieweit die aktuellen Erkenntnisse dazu führen, dass die Stehfenstraße mittel- oder langfristig komplett saniert werden muss, dazu konnte man bei der Gemeinde am Montag noch keine Aussage treffen.

Fakt ist, dass die Vollsperrung am Montag für Verwirrung bei vielen Lastwagenfahrern gesorgt hat. Drehen auf der Kreuzung, wenden in der Bismarckstraße oder – und das ist die offizielle Variante – die Rausinger Straße durchfahren und den Umweg über die Chaussee nehmen: Als Beobachter gab es am Montagmorgen ganz unterschiedliche Lösungsansätze zu bewundern. Weil man auf der B1 nicht auf das Hindernis aufmerksam machen könne, gäbe es laut Gemeinde kaum eine Möglichkeit, auf die Sperrung hinzuweisen. Sobald ein Lkw die B1 verlassen hat, ist es eigentlich schon zu spät. „Wir haben alle betroffenen Betriebe angeschrieben, ihre Spediteure zu informieren“, sagt der zuständige Gemeindemitarbeiter. Das dürfte in der Kürze der Zeit nicht überall registriert worden sein. Lkw-Fahrer sind angehalten die Betriebe über den Oelpfad anzufahren. Aus dieser Richtung sind auch alle anderen Adressen für alle Verkehrsteilnehmer erreichbar.

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