Nahe des Hixterwaldes, wo die Quellenstraße gen Emscherquellhof führt, sollen beim Ausbau der Landskroner Straße bereits Querungshilfen für Radfahrer berücksichtigt werden. Die schaffen in Kreuzungsbereichen den Anschluss zum parallel geplanten Radweg, der frühestens 2022 gebaut wird. © Greis
Radverkehr

Baustart für Radweg an der Landskroner Straße absehbar – wenn sich ein Topf öffnet

Ist die Straße ausgebaut, soll an der Landskroner Straße auch ein separater Radweg folgen. Ein Baustart dafür ist absehbar, liegt aber nicht mehr in diesem Jahr. Die Dauerbaustelle hat damit aber weniger zu tun.

Mit Blick auf die Probleme und Verzögerungen beim Straßenausbau der Landskroner Straße ist es vielleicht ganz gut, dass sich ein Wunsch der Holzwickeder Politik nicht erfüllt hat, während der aktuellen Arbeiten auch einen separaten Radweg parallel zur Straße anzulegen.

Mit Blick auf die Arbeiten an einer Wasserleitung, die den eigentlichen Straßenbau seit 17 Monaten bremsen – wer weiß, welche Probleme sich dabei aufgetan hätten. Fakt ist aber, dass die Landskroner Straße einen Radweg bekommt. Das war einst auch ausdrücklicher Wunsch aus der Holzwickeder Politik. Der Kreis Unna als zuständiger Baulastträger für den Abschnitt im Status einer Kreisstraße ist dem nach einigem Hin und Her nachgekommen, denn für den Bau brauchte es auch Flächen, die ein Landwirt abgeben muss.

„Die Planung für den Radweg, die Grundlage für Verhandlungen mit dem Eigentümer waren, sind fertig“, so Jürgen Busch, Leiter Straßenbau beim Kreis Unna. Wenn es in den nächsten Wochen dann tatsächlich nach all den Problemen mal an den eigentlichen Straßenbau geht, so werde man entsprechende Querungshilfen für Radfahrer bereits berücksichtigen. Die sind entlang der rund 1,6 Kilometer langen Landskroner Straße beispielsweise im Bereich der Römer- oder der Quellenstraße gen Emscherquellhof nötig.

Ein Baustart für den eigentlichen Radweg in 2021 ist dabei ausgeschlossen. „Wir wollen auch gerne starten, aber das Projekt ist an Fördermittel gebunden“, sagt Busch. Und die gibt es bislang nicht. Zwar habe man die Maßnahme gemeinsam mit einem Radwege-Projekt in Werne im Vorjahr beim Fördergeber eingereicht – eine Zusage gab es aber nur für Werne.

Hoffnung auf neuen Fördertopf für Radverkehr vom Land

Man werde das Vorhaben dieses Jahr erneut einreichen beziehungsweise auch auf ein neues Förderprogramm des Landes NRW zur Stärkung des Radverkehrs setzen. „Mit Glück käme dann dieses Jahr noch ein entsprechender Förderbescheid rein. So oder so ist der Radwegebau aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 realistisch“, sagt Jürgen Busch.

Denn neben einem positiven Förderbescheid müsse die Maßnahme auch im Kreishaushalt fürs kommende Jahr eingepflegt werden. Der wiederum wird bestenfalls im ersten Quartal 2022 abgesegnet. Danach nehmen Ausschreibung und Vergabe noch Zeit in Anspruch.

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Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis

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