Ausschüsse fallen weg – Bauarbeiten für das neue Rathaus laufen vorerst wie geplant weiter

dzRathaus-Baustelle

In der Gemeindemitte laufen die Arbeiten auf der Rathaus-Baustelle trotz Coronavirus wie gehabt. Auch wenn die nächsten Aufträge aktuell politisch nicht wie geplant vergeben werden können, ändert sich daran vorerst nichts.

Holzwickede

, 20.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mittlerweile sind wegen des Coronavirus vorerst alle politische Sitzungen genauso untersagt wie andere Veranstaltungen innerhalb des Gemeindegebietes auch. Im Planungs- und Bauausschuss hätten im nicht öffentlichen Teil der Sitzung die nächsten Aufträge beim Bau vergeben werden sollen.

Dass das nicht wie vorgesehen klappt, beunruhigt Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch aktuell dennoch nicht. Aktuell seien alle Arbeiten im Zeitplan und für weitere Auftragsvergaben könne man auch auf andere Beschlussformen zurückgreifen.

Fachausschuss kann nicht zum Rathaus tagen

Geplant war, dass die Mitglieder des Fachausschusses am Dienstag, 24. März, die Aufträge für Gerüst- und Trockenbauarbeiten sowie Dachabdichtungsarbeiten vergeben. „Man sieht ja vor Ort, mit was wir aktuell beschäftigt sind“, sagt Uwe Nettlenbusch mit Blick auf die Arbeiter, die momentan im Erdreich zugange sind und die Unterkellerung des Gebäudes vorbereiten.

Mit Blick auf Aufträge zu Dacharbeiten sei es daher zur Zeit hinnehmbar, dass im abgesagten Ausschuss keine Entscheidung zu den Aufträgen fällt. Das wäre auch noch in einem nächsten Planungs- und Bauausschuss denkbar.

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Weiterhin hätte die Verwaltung im Zweifel auch immer noch einen Dringlichkeitsbeschluss als Option: Die Gemeindeordnung in NRW sieht in Ausnahmefällen vor, dass die Bürgermeisterin zusammen mit dem Ausschussvorsitzenden oder einem anderen dem Ausschuss angehörenden Ratsmitglied über eine Auftragsvergabe entscheiden könnte. Dann müsste der restliche Ausschuss die Vergabe erst im Nachgang formell genehmigen.

Kellergeschoss ist schon zu erkennen

Gesetzt sind mittlerweile alle nötigen Bohrpfähle, um den späteren Neubau, der an das Historische Rathaus anschließen wird, gegen ein Absacken zu sichern. Da der Neubau lediglich teilunterkellert wird, ist auf der Baustelle schon gut zu erkennen, wo sich das Untergeschoss später befindet und welche Ausmaße es annimmt. Über dem Keller wird sich später das geplante Café befinden, das bis zu 80 Sitzplätze bieten und den Marktplatz beleben soll.

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Nach aktuellem Stand wird demnach eine Eröffnung des neuen Rathaus in der zweiten Jahreshälfte 2021 noch immer angestrebt. Die Kostenobergrenze für das Projekt liegt bei 19,53 Millionen Euro. Bei einer Förderquote von 60 Prozent beläuft sich der Eigenanteil der Gemeinde auf gut 8,5 Millionen Euro.

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