Zwei Straßen in Verzug: Holzwickeder Bauamt liegt bei Sanierungen fast im Zeitplan

dzFahrbahnen und Gehwege

Digitale Daten bilden die Grundlage für ein Sanierungsprogramm, das bis ins Jahr 2024 jedes Jahr fünf Schwerpunkte im Holzwickeder Wegenetz ausmacht. Aktuell hängt man dem Jahr 2019 leicht hinterher.

Holzwickede

, 26.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor rund einem Jahr stellte Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch die ersten Sanierungsmaßnahmen für Gemeindestraßen vor, die auf digitalen Daten basieren. Diese hatte eine Firma mit speziellen Kamerawagen bereits 2018 gesammelt und anschließend ausgewertet.

Sieben Maßnahmen sollten zunächst in 2019 umgesetzt werden. Im November vergangenen Jahres setzte das Bauamt seinen Sanierungsplan zudem bis ins Jahr 2024 auf insgesamt fünf Jahre fort. Pro Jahr sollen demnach rund 700.000 Euro in vorab festgelegte Straßen fließen.

Budget für Erhalt der Gemeindestraßen vervielfacht

Damit investiert die Gemeinde sieben Mal mehr Geld als in den Jahren zuvor – zusätzlich zu den Mitteln, die für kurzfristig auftretende Schäden sowie geplante Straßenausbaumaßnahmen vorgesehen sind.

Auf Nachfrage sagt Uwe Nettlenbusch, dass man das Programm aus 2019 mittlerweile nahezu abgeschlossen habe: Saniert wurden Jahnstraße, Emscherweg, Dahlienstraße, die Gehwege der Kant- und Albert-Schweitzer-Straße. In der Straße Krummer Weg folgten zuletzt der Endausbau und die Umwidmung in eine Einbahnstraße. Nur auf Höhe einer Hausbaustelle wird man nach Ende der Bauarbeiten hier noch nacharbeiten.

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Offen sind aus 2019 noch neue Fahrbahndecken im Rosenweg und im Hengser Weg. Weil die Daten der Kamerafahrten recht spät im Frühjahr vorigen Jahres zur Verfügung standen, habe man vergleichsweise spät im Jahr die Baufirmen auf die Straßen schicken können. Sobald es die Witterungsbedingungen zulassen, vor allem muss es trocken sein, soll auch hier zeitnah saniert werden.

„Im Vergleich zum Vorjahr sind wir nun früher dran“, sagt Nettlenbusch. Für fünf geplante Maßnahmen 2020 seien die Ausschreibungen auf dem Weg. Realistisch sei eine Umsetzung ab Sommer. Je zwischen 90.000 und 130.000 Euro sollen so in Teilbereiche der Schubertstraße, Stehfenstraße, Massener Straße, Ruhrstraße und den Irisweg fließen.

Kaum Frostschäden dank des milden Winters

Planmäßig sind auch in den kommenden Jahren bis 2024 je fünf feste Sanierungsmaßnahmen im Gemeindegebiet vorgesehen. Gut für das gemeindliche Straßennetz und die Haushaltskasse: Der milde Winter hat laut Nettlenbusch bislang kaum Frostschäden verursacht. Wo dennoch unerwartete Schlaglöcher und Risse auftreten, würde in den kommenden Wochen nach Möglichkeit der Baubetriebshof mit seinem mobilen Asphaltkocher ausrücken.

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