Premiere vor 20 Jahren: Beim Dreh für Bang Boom Bang gab es Erbsensuppe vom DRK Holzwickede

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Bang Boom Bang ist Kult. Vor 20 Jahren kam die Gaunerkomödie in die Kinos. Viele Menschen aus Holzwickede und Unna erinnern sich an die Dreharbeiten – so auch Klaus Meuer vom Holzwickeder DRK.

Holzwickede

, 25.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein halbes Jahr nach der Premiere von Bang Boom Bang verstarb Dieter Krebs. Im Film spielte er den Spediteur Werner Kampmann. Klaus Meuer war immer ein großer Fan des Schauspielers. „Wenn Sketchup kommt, schaue ich das noch immer gerne. Die Facetten, die Dieter Krebs hatte. Das haben heute die meisten Schauspieler und Komödianten nicht mehr.“

Wenn die Begegnung auch nur kurz war, vergessen hat sie Klaus Meuer trotzdem nicht: Am Set von Bang Boom Bang hat der Holzwickeder Dieter Krebs und die anderen Darsteller einst verköstigt. Und wer kann schon von sich behaupten: Ich habe Dieter Krebs die Erbsensuppe gereicht?

Essensausgabe auf der Brockhausstraße in Unna

Die gab es nämlich vor schon 21 Jahren, als an der Brockhausstraße in Unna unter anderen die Szene auf dem damaligen Fußballplatz gedreht wurde, in der es zur Auseinandersetzung zwischen Til Schweiger als „Brown“ im Trikot des SV Holzwickede und Markus Knüfken als „Andy“ in den Farben von RW Unna kommt.

„Wir hatten damals unseren Feldkochherd – Gulaschkanone sage ich nicht, wir schießen ja nicht mit Essen – den Herd hatten wir jedenfalls direkt auf der Straße stehen. Da war alles abgesperrt“, erinnert sich der frühere Leiter des DRK-Ortsvereins.

Gekocht wurde die Suppe aber schon in Holzwickede. „Dann sind wir nach Unna gefahren. Würde man so heute nicht mehr machen, ging damals aber nicht anders“, sagt Meuer. Erbsensuppe aus dem Feldkochherd – das war die Anweisung für den Holzwickeder DRK-Ortsverein. Neben Krebs holten sich natürlich auch die anderen Schauspieler und der Rest der Crew um Regisseur Peter Thorwarth ihren Teller bei Meuer und seinen Kameraden ab.

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Bang Boom Bang selbst hat Klaus Meuer schon lange nicht mehr gesehen. „Müsste man mal wieder machen. Es ist ja schon interessant, die alten Gegebenheiten vor Ort nochmal zu sehen“, sagt Meuer im Wissen, dass sich einige Drehorte im Laufe der Zeit verändert haben.

Film spiegelt das Ruhgebiet von damals wider

Für Meuer ist der Film bis heute glaubwürdig: „Die Kleider, das Umfeld, die Charaktere – das trifft das Ruhrgebiet von damals wie die Faust das Auge.“ Der einstige Holzwickeder DRK-Chef fragt sich nur, warum der Film zwar seit 20 Jahren regelmäßig im UCI in Bochum läuft, auf die Idee aber im Kino in Unna noch niemand gekommen ist.

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