B1-Vollsperrung vielleicht früher aufgehoben: Tonnen schwere Stahlträger sind eingebaut

dzBrückenarbeiten

Gut im Zeitplan: Ein Kran hat am Sonntag 150 Tonnen schwere Stahlträger auf die B1 gehievt. Die Vollsperrung kann vielleicht schon früher aufgehoben werden als geplant.

Holzwickede

, 20.09.2020, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Januar gibt es an der Kurzen Straße keine Brücke über der B1 mehr. Der Abriss war Teil des aufwendigen A40-Ausbaus. Dort hat sich seitdem viel getan. Die Lärmschutzwände stehen bereits vollständig. Inzwischen nimmt auch die neue Brücke ein wenig Form an.

Wie Architekt Sebastian Schmerbach, der das Projekt unter anderem betreut, bei einem Besuch auf der Baustelle am Sonntag berichtete, liegt das rund 15-köpfige Bauteam sehr gut in der Zeit. Die Vollsperrung, deren Ende für Montagfrüh geplant war, könnte vermutlich schon ein wenig früher aufgehoben werden. Ganz genau konnte man das am Sonntagnachmittag aber noch nicht absehen.

Einer der Architekten, die mit dem Brückenneubau in Holzwickede betraut sind: Sebastian Schmerbach.

Einer der Architekten, die mit dem Brückenneubau in Holzwickede betraut sind: Sebastian Schmerbach. © Udo Hennes

Projekt Brückenbau neigt sich dem Ende zu

Die drei Stahlträger der neuen Brücke, die ein Kran seit der vergangenen Nacht nacheinander über die B1 gehievt hat, waren zumindest schon morgens - angepeilt war Mittag - fertig eingebaut. Die Träger sind 51 Meter lang und wiegen 150 Tonnen.

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Am Nachmittag arbeitete das Bauteam dann an der Schalung, auf die in den nächsten Monaten die Beton-Fahrbahn gegossen werden soll. Für den Rest des Tages standen außerdem noch einige Restarbeiten wie die Säuberung der B1 an.

Damit neigt sich das Projekt Brückenneubau also langsam dem Ende zu. Wie Schmerbach erläutert, will die Deges an dieser Stelle bis Anfang des nächsten Jahres fertig sein - und zu den nächsten Bauabschnitten übergehen.

Vermutlich keine Vollsperrung an der B1 mehr nötig

Eine Vollsperrung ist in diesem Bereich dann wohl nicht mehr vorgesehen. Laut Schmerbach könnten aber im Laufe des Jahres einzelne Spuren noch gesperrt werden müssen, wenn die Beton-Fahrbahn auf die neuen Brückenelemente gegossen wird. Die Einschränkung des Verkehrs werde sich also in Grenzen halten.

Bauarbeiter arbeiteten an der sogenannten Schalung. Darauf wird die Beton-Fahrbahn gegossen.

Bauarbeiter arbeiteten an der sogenannten Schalung. Darauf wird die Beton-Fahrbahn gegossen. © Udo Hennes

Mit Einflüssen der Corona-Krise, wie beim Bau der Lärmschutzwände, hatte das Bauteam rund um die Brücke jedenfalls nicht zu kämpfen. Bei den Arbeiten an den Lärmschutzwänden kam es noch im April zu Engpässen von Material. Wie Architekt Schmerbach erläutert, gebe es natürlich ein Hygiene-Konzept, an das sich alle auf der Baustelle halten müssen.

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Baubesprechungen per Video-Schalte

Regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten sind darin etwa vorgeschrieben. „Baubesprechungen finden - wenn möglich - per Videoschalte statt. So vermeiden wir, dass wir zu viel Kontakt haben“, erklärt Schmerbach.

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