Ausbau der Montanhydraulikstraße soll rund 4,5 Millionen Euro kosten

dzVerkehr

Die Montanhydraulikstraße soll ausgebaut werden. Damit die Gemeinde für das millionenschwere Projekt nicht allzu tief in die Tasche greifen muss, sollen noch Fördermöglichkeiten überprüft werden.

Holzwickede

, 26.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kurz vor der Sommerpause hat der Rat der Gemeinde mit dem Ausbau der Montanhydraulikstraße noch die Umsetzung eines recht teuren Projektes beschlossen. Bevor es mit dem Ausbau losgehen kann, müssen aber noch einige Fragen geklärt werden.

In der Ratssitzung am Donnerstag hat der Dortmunder Ingenieur Dr. Heimo Leßmann, der ein Konzept für den Ausbau erarbeitet hat, seine Ergebnisse vorgestellt. Eine der zentralen Fragen, die die Politik mit Blick auf die aktuelle Haushaltslage besonders interessierte, war die Frage nach den Kosten.

Dazu zählen allerdings nicht nur die Kosten für den eigentlichen Ausbau: In den vergangenen Monaten ging es auch immer wieder um Flächen, die die Gemeinde für einen Ausbau erst erwerben muss.

Die Gemeinde muss fremde Flächen erwerben

Hier gilt vereinfacht der Grundsatz: Soll die Straße, die durch den Ausbau neben einem besseren Entwässerungssystem auch mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger haben soll, breiter werden, so müsste die Gemeinde mehr fremde Flächen abkaufen. Das Projekt würde teurer.

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In diesem Punkt konnte Leßmann Entwarnung geben: Laut seinem Konzept sind für den Erwerb fremder Grundstücke rund 90.000 Euro vorgesehen. Diese Summe erscheint insgesamt eher überschaubar. Die kalkulierten Kosten für den Straßenausbau liegen dafür bei 4,4 Millionen Euro. Das Projekt zählt dadurch zu den eher kostspieligeren Maßnahmen, die die Gemeinde in nächster Zeit umsetzen wird.

Ob sie am Ende die gesamte Summe selbst schultern muss, ist indes unklar: Es soll geprüft werden, ob man für das Projekt Fördermittel in Anspruch nehmen kann. Außerdem wird geprüft, inwieweit auch Anwohner durch das Kommunalabgabengesetz (KAG) zur Kasse gebeten werden können.

Montanhydraulikstraße soll bis zu 10,5 Meter breit werden

Zuletzt war Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch davon ausgegangen, dass der Auftakt der Arbeiten frühestens 2021 realistisch wäre. Um bei der Umsetzung keine Zeit zu verlieren, stand das Thema bewusst noch vor der Sommerpause auf der politischen Agenda.

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Die Montanhydraulikstraße soll dann nach der Fertigstellung eine Gesamtbreite von bis zu 10,5 Metern haben. Durch den Beschluss am Donnerstag nimmt die Gemeinde jetzt Verhandlungen mit den betroffenen Grundstückseigentümern auf. Wann der Ausbau beginnen kann, ist bisher unklar.

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