Aus Kostengründen ändern sich Pläne für den Rathausumbau in Holzwickede

dzBürgerforum

Tradition trifft Moderne, wenn der Rathausumbau im Jahr 2021 planmäßig dem Ende entgegengeht. Dann führen alle Wege ins Forum.

Holzwickede

, 03.11.2018, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Willen der Architekten, der Politik und der Verwaltung wird das Bürgerforum der Anlaufpunkt der Zukunft für die Holzwickeder sein.

Wer in einigen Jahren den Haupteingang des Rat- und Bürgerhauses über den Marktplatz betritt, der landet in einer hellen, weitläufigen Halle. Der Blick richtet sich automatisch auf Infopoint und Bürgerservice. Hier sollen die Gemeindemitarbeiter in vier Boxen auf die Anliegen der Holzwickeder eingehen. In der Mitte des Forums wächst ein echter Baum und wer sich nach dem Eintritt nach links dreht, sieht die Rückseite des jetzigen Rathauses – integriert in die Halle des Bürgerforums. Auch von der Allee aus führt ein Nebeneingang ins Forum.

Kleiner als geplant

Einige Veränderungen zur ursprünglichen Planung hat die Präsentation durch das Architekturbüro Bez+Kock unter der Woche im Planungs- und Bauausschuss ergeben – vornehmlich aus Kostengründen. Das Gesamtprojekt soll eine Budgetgrenze von 19,5 Millionen Euro nicht überschreiten. Dafür müssen Abstriche gemacht werden. Zum einen wird der Neubau kleiner als ursprünglich geplant. 870 Quadratmeter an Fläche werden eingespart. Der Anbau bietet künftig 3560 Quadratmeter. Zusammen mit dem Altbau kommt das neue Rat- und Bürgerhaus auf rund 5500 Quadratmeter Nutzfläche.

Verändert wurden auch die Fenster im Neubau. Eigentlich waren hier Holzverkleidungen geplant, die aus Kosten- und Wartungsgründen wegfallen. Stattdessen sind die Fenster im ersten und zweiten Obergeschoss in Einbuchtungen eingelassen. Im Erdgeschoss ragen indes vier große Erker aus der Gebäudewand heraus. Die großen Fensterfronten sollen hier für genügend Licht im Bürgersaal sorgen.

Die Fensterrahmen sollen farblich in einem Messington gehalten werden und so die Fassade des alten Rathauses aufgreifen. Auch entsteht so ein Kontrast zu den Backsteinen des Neubaus.

Der teilbare Bürgersaal soll nicht nur für Versammlungen dienen, sondern so ausgestattet sein, dass auch kulturelle Veranstaltungen aller Art hier stattfinden können. Dafür sorgen eine Bühne und auf Höhe des ersten Obergeschosses ist ein Regieraum in der Galerie vorgesehen. Der Parkettboden soll auf Erdgeschosshöhe als Vertäfelung auch an den Wänden weitergeführt werden. Darüber und an der Decke ist weißer Putz geplant. „Ausgenommen davon ist die Bühnenseite, die durchgängig bis zur Decke mit Holz verkleidet wird“, sagt Architekt Thorsten Kock. Damit garantiere man ein ruhiges Erscheinungsbild, was für die Beleuchtung und auch für spätere Foto- und Videoaufnahmen bei Veranstaltungen wichtig sei. An den Bürgersaal angeschlossen ist eine Küche, um für Catering kurze Wege zu garantieren.

Treffpunkt dürfte auch das geplante Café werden

Treffpunkt für die Holzwickeder dürfte neben dem Forum auch das geplante Café oder Bistro sein, dessen Front sich zur Marktseite hin öffnen lässt und damit auch eine Außengastronomie bietet. Auf ein gastronomisches Konzept im Ratskeller wird wie berichtet aus Kostengründen verzichtet. Hier soll stattdessen ein „Bürgerkeller“ entstehen, in dem sich Vereine, Ehrenamtliche oder Parteien treffen können. Eine Theke und Kühlschrank ermöglichen hier zumindest ein Mindestmaß an Verpflegung.

Erhalten bleiben soll auch der jetzige Haupteingang, der dann aber nur noch zu besonderen Terminen öffnet: Weil das Trauzimmer im historischen Teil des Rat- und Bürgerhauses verbleibt, wird die alte Steintreppe künftig den Ein- und Ausgang für Hochzeitspaare markieren.

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