A40-Ausbau: Arbeiten an der Fahrbahn starten im kommenden Jahr

dzVerkehrsentwicklung

Momentan stehen entlang der B1 noch Lärmschutzwände und ein Brückenneubau auf Höhe Holzwickede im Fokus. Unabhängig von Planungen zum Anschluss an die L677n sollen 2021 die Fahrbahn-Arbeiten starten.

Holzwickede

, 16.07.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bis 2023 soll die vierspurige B1 zwischen Dortmund und Unna zur sechsspurigen A40 ausgebaut werden. Im Zuge dessen ist ein neuer Autobahnanschluss am Oelpfad geplant, um die geplante Umgehungsstraße L677n anzubinden.

Weil sich der Baustart durch Anlieger-Klagen hier verzögert, könnte das durchaus zu Problemen bei den einzelnen Bauphasen führen. Ohne die Klagen gegen den Planfestellungsbeschluss aus 2017 wäre die L677n wohl längst im Bau, war die Fertigstellung einst für Ende dieses Jahres vorgesehen.

Ohne Baurecht keine Arbeiten für den Anschluss Oelpfad

Wenn die Deges als zuständige Bundesplanungs- und Baugesellschaft sich ab dem kommenden Jahr dem Ausbau der Fahrspuren widmet, wird auf die Verzögerungen beim Bau der Umgehungsstraße jedenfalls keine Rücksicht genommen.

So heißt es auf Anfrage bei der Deges, dass die Arbeiten für die Anschlussstelle Oelpfad erst dann beginnen, wenn dafür auch Baurecht geschaffen wurde. Das aber ist abhängig von den Klagen gegen die L677n und einer ausstehenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen.

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Für den Bau der Umgehungsstraße zeichnet wiederum der Landesbetrieb Straßen NRW verantwortlich. Und hier widerspricht auf Anfrage dieser Redaktion eine Sprecherin der Schlussfolgerung zumindest nicht, dass in einigen Jahren der Anschluss von der A40 an die L677n zwar vorbereitet, die Verknüpfung zu geplanten Landstraße aber noch ausstehen könnte.

Für die Verkehrsführung in Holzwickede könnte das kompliziert werden, weil im Zuge des geplanten Anschlusses am Oelpfad, die Ab- und Auffahrten an der Nordstraße aus Richtung Gemeindemitte im Zuge des A40-Ausbaus geschlossen werden. Verkehrsteilnehmer sollen hier künftig nur noch aus Richtung Flughafen auf- und abfahren.

Ob sich dadurch für die Gemeinde in naher Zukunft Verkehrsprobleme ergeben, wird demnach maßgeblich davon abhängen, wann in Gelsenkirchen die vier anhängigen Klagen gegen den Planfestellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg zur L677n behandelt werden. Unter der Woche hatte das Verwaltungsgericht auf Anfrage bereits verlauten lassen, dass hierfür noch kein Termin in Aussicht stehe.

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