Andreas Pinkwart erntet viel Zuspruch in Holzwickedes FDP

dzPolitik

Es gibt Grund zum Optimismus, aber wir müssen uns anstrengen – so der Tenor beim Neujahrsempfang der FDP. Im Schulzentrums sprach NRW-Minister Andreas Pinkwart über Herausforderungen.

von Sebastian Pähler

Holzwickede

, 11.01.2020, 20:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ausgesprochen gut besucht war der Neujahrsempfang der FDP am Samstag. Fraktionsvorsitzender Jochen Hake nutzte die Gelegenheit für eine Bilanz des vergangenen Jahres. Dieses könne sich alles in allem sehen lassen, aber es gebe auch besorgniserregende Entwicklungen.
So sei es erfreulich, dass der Spatenstich für die Kita im Emscherpark mittlerweile erfolgt sei. Der Weg dorthin sei allerdings „nahezu peinlich“ gewesen, so Hake. Auch die Aussicht, dass die im Wohnpark Emscherquelle geplanten Häuser bei einem Preis von 400.000 Euro aufwärts kein günstiges Wohnen für junge Familien ermöglichten, wie es angekündigt worden war, kritisierte er scharf. Jochen Hake wies ausdrücklich auf den Widerstand seiner Fraktion sowie des Bürgerblocks und der Grünen gegen das Bauprojekt hin.

Hake: „Wir legen seit dem damaligen Mehrheitsbeschluss der beiden großen Fraktionen immer wieder erneut den Finger in die Wunde und machen uns große Sorgen um die zusätzliche Verkehrsbelastung westlich der Hauptstraße aufgrund dieses riesigen Wohnbauprojekts abseits des Zentrums.“

Innovation braucht kluge Köpfe

Auf offene Ohren stieß auch Gastredner Andreas Pinkwart. Bereits 2003 war der heutige „Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie“ der NRW-Landesregierung Gast der Holzwickeder FDP gewesen.

„Wir haben manches zu lange schleifen lassen“, stellte der NRW-Minister fest. Seiner Ansicht nach würden vier Themen die Zukunft bestimmen: Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel und Demografie. Zwar sei keines dieser Themen wirklich neu, aber die Geschwindigkeit habe zugenommen.

Ehemalige Schwellenländer sind zu Mitbewerbern geworden die, wie etwa China, Deutschland technologisch davonlaufen. „Als eine Antwort auf all diese Herausforderungen brauchen wir Innovation“, so Pinkwart. In dem Bereich sei NRW sogar ziemlich gut, doch zementierte Hierarchien und komplexe Bürokratie würden die Entwicklung in Deutschland ausbremsen.

Unverzichtbar sei aber auch die pflege der Schulen. „Innovation entsteht durch schlaue Köpfe und das setzt Bildung voraus“. Dazu gehöre nicht nur mehr Digitalisierung an Schulen, sondern auch eine entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrer. Damit erntete er bei den Teilnehmern des Neujahrsempfangs viel Applaus und Zustimmung.

In einer früheren Version dieses Artikels war irrtümlich berichtet worden, Jochen Hake habe prinzipiell nichts gegen das Bauprojekt Wohnpark Emscherquelle. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Heimfinder NRW
Per App freie Betten finden: Angehörigen wird die Suche nach Heimplätzen erleichtert
Meistgelesen