Ambitionierter Zeitplan: So laufen die Arbeiten an Holzwickedes Schulen

dzSanierungsarbeiten

In den Sommerferien wird in den Schulen überall dort ausgebessert, wo es in den Gebäuden Mängel gibt. Am Clara-Schumann-Gymnasium werden etwa die Möbel des Lehrerzimmers aus den 1990er-Jahren ausrangiert.

Holzwickede

, 16.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der erste von zehn Abschnitten, in denen die Gemeinde während der Sommerferien Holzwickedes Schulen saniert, ist abgeschlossen. Das Zeitfenster ist knapp bemessen. Zum neuen Schuljahr sollen die Handwerker aus den Schulen wieder verschwunden sein.

Wie ambitioniert dieses Vorhaben in diesem Jahr ist, lässt sich am Zwischenfazit zum Ende der zweiten Woche ablesen: Die Sanierung der Fassade an der Nordschule ist abgeschlossen. Momentan sind die Arbeiter externer Firmen am Schulzentrum schwer beschäftigt.

Dort, wo normalerweise Schüler sitzen, die vor Wissbegierde strotzen, da stehen momentan im Clara-Schumann-Gymnasium Gerüste. Sie ist eine von vier Schulen, in denen bis Ende der Sommerferien Instandsetzungsarbeiten anstehen.

Dort, wo normalerweise Schüler sitzen, die vor Wissbegierde strotzen, da stehen momentan im Clara-Schumann-Gymnasium Gerüste. Sie ist eine von vier Schulen, in denen bis Ende der Sommerferien Instandsetzungsarbeiten anstehen. © Marcel Drawe

Im Clara-Schumann-Gymnasium (CSG) stehen gleich mehrere Veränderungen auf dem Plan. Bei einem Ortsbesuch am Donnerstag erläuterte Andreas Schröder, Mitarbeiter der Hochbau-Abteilung im Fachbereich Technische Dienste der Gemeinde, auf was sich Schüler und Lehrer nach den Sommerferien einstellen können.

Lehrerzimmer wird aufs digitale Arbeiten ausgerichtet

Eine der Veränderungen am CSG, die optisch gut erkennbar sein werden, ist das Lehrerzimmer. Die alten Möbel, die aus den 1990er-Jahren stammen, wurden bereits ausrangiert. „Das war die Erstausstattung“, sagt Schröder. Man muss kein Pädagogik-Experte sein, um die Notwendigkeit von neuem Mobiliar an dieser Stelle zu zu verstehen.

Dennis Meyke von der gleichnamigen Fachfirma misst mit einem Laser den neuen Schallschutz aus, der in vier Klassenräumen auf einen neuen Stand gebracht werden soll.

Dennis Meyke von der gleichnamigen Fachfirma misst mit einem Laser den neuen Schallschutz aus, der in vier Klassenräumen auf einen neuen Stand gebracht werden soll. © Marcel Drawe

Der Unterrichtsalltag hat sich sowohl für Schüler als auch für Lehrer in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Neben neuen Tischen und Stühlen sollen auch genügend Stromanschlüsse für jede der vier geplanten Tischinseln gelegt werden.

Smartphones und Tablets: Jeder soll sein Gerät am Platz laden können

Die Nutzung des Lehrerzimmers, so Schröder, habe sich ebenfalls geändert: „Früher wurde er unter anderem als Pausenraum benutzt, jetzt wird hier vor allem mit Handys und Tablets mehr gearbeitet. Es soll sichergestellt sein, dass jeder sein Gerät am Platz laden kann.“

Die Lernwerkstatt am CSG

Inklusion und Begabtenförderung zugleich

  • Während sich viele Gymnasien bereits aus der Inklusion verabschiedet haben, hat das Clara-Schumann-Gymnasium dieinklusive Arbeit seit dem vergangenen Schuljahr weiter forciert.
  • Durch die sogenannte Lernwerkstatt sollen Schüler individuell gefördert werden. Bisher standen dem CSG dazu zwei eigens hergerichtete Räume zur Verfügung. Im Rahmen der Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in den Sommerferien wird ein weiterer für die Lernwerkstatt fertig gemacht.

Die andere größere Veränderung am CSG ist der Ausbau eines weiteren Raumes für die sogenannte Lernwerkstatt. Der Raum, der sich im Erdgeschoss befindet, bekommt demnächst einen neuen Bodenbelag. Zudem werden vier Räume in Sachen Schallschutz und Raumakustik auf einen neuen Stand gebracht. Die zuständige Fachfirma war am Donnerstag mit der Vermessung von Wänden und Decken beschäftigt.

Kostenpunkt: 100.000 Euro für die Sanierung von vier Schulen

“Das alles sind normale Instandhaltungsarbeiten“, sagt Schröder. Der Kostenrahmen von 100.000 Euro für die zehn Projekte in den betroffenen Schulen – dazu zählen neben dem CSG auch die Nordschule, Aloysiusschule und die Dudenrothschule – halte sich also insgesamt in Grenzen, sei vergleichbar mit den durchschnittlichen Kosten aus den vergangenen Jahren.

An Urlaub ist für Schröder in den Sommerferien naturgemäß nicht zu denken: „Wir haben nur diese sechs Wochen, in denen unsere Hauptarbeitszeit liegt – und wir sind schon in Woche zwei“, so Schröder. Bisher ist es zwar zu keinen Verzögerungen gekommen, aber der Zeitplan ist eng getaktet: „Da kommt noch ein bisschen Arbeit auf uns zu.“

Hier sollen ab kommendem Schuljahr Schüler individuell gefördert werden: Im neuen, dritten Raum der CSG-Lernwerkstatt.

Hier sollen ab kommendem Schuljahr Schüler individuell gefördert werden: im neuen, dritten Raum der CSG-Lernwerkstatt. © Marcel Drawe

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