Aktivkreis will den Kontakt zu Unternehmen im Eco Port suchen

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Der Aktivkreis Holzwickede (AKH) vertritt die Interessen Holzwickeder Gewerbetreibender. Die meisten davon sitzen im Norden der Gemeinde im Eco Port. Im AKH sind sie jedoch unterrepräsentiert.

Holzwickede

, 07.01.2020, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch im Dezember konnten die Vorsitzenden des AKH, Apotheker Christian van Bremen und Volksbank-Filialleiter Christoph Kopec, bei der Mitgliederversammlung feststellen: 58 Mitglieder umfasst der Aktivkreis Holzwickede derzeit.

Der Verbund lokaler Gewerbe – zum Verein gehören mit CDU und SPD auch zwei politische Ortsgruppen – nutzte die Versammlung, um sich für das laufende Jahr auszurichten.

Drei Themen standen dabei für die Mitglieder im Vordergrund. Zum einen wurden die Planungen für die Veranstaltung „Mein Marktplatz Holzwickede“ konkretisiert. Am 6. Juni will der AKH ab 16 Uhr seinen Mitgliedern eine Plattform bieten, um sich auf dem Marktplatz zu präsentieren.

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Die Unternehmen können hier ihre Leistungen vorstellen, für sich als Ausbildungsbetrieb werben und die Gäste unterhalten – quasi ein lokale Gewerbemesse. Den Teilnehmern sollen hierfür entsprechende Ausstellungszelte zur Verfügung gestellt werden.

Zudem ist ein größeres Zelt in der Marktmitte geplant, um den Besuchern geschützte Sitzplätze zu bieten. Ein musikalisches Programm, Kinderanimation und verschiedene Speisen und Getränke sollen den Nachmittag im Juni abrunden. Von den Mitgliedern des AKH kam zudem der Vorschlag, einen Fahrservice von und nach Hengsen und Opherdicke anzubieten.

Aktivkreis will den Kontakt zu Unternehmen im Eco Port suchen

„Mein Marktplatz Holzwickede“ soll am 6. Juni erstmals auf dem Holzwickeder Markt stattfinden. © Hennes

Einen Austausch zwischen Vorstand und Holzwickedes Wirtschaftsförderer Stefan Thiel gab es im Vorfeld der Versammlung. Dabei wurde das Potenzial erörtert, Unternehmen aus dem Eco Port für den Gewerbeverein zu gewinnen. In der Uniq GmbH und dem Porsche Zentrum sind bislang zwei Unternehmen mit Sitz im Gewerbepark auch Mitglied im AKH.

Bei rund 100 Firmen jeder Größenordnung im Holzwickeder Norden ist hier noch Luft für neue Mitglieder. „In der Vergangenheit hat sich der Aktivkreis durchaus auf den Einzelhandel konzentriert mit Gutscheinen und verkaufsoffenen Sonntagen“, sagt der AKH-Vorsitzende Christian van Bremen.

Dass Aufwand und Nutzen hier aber nicht immer in Einklang standen, musste der AKH eben auch feststellen. So lief die Aktion „Holzwickeder Gutschein“ im Vorjahr aus. Ein Guthaben-Überschuss über 2400 Euro stockte der AKH auf 3000 Euro auf und spendete jeweils 1000 Euro an die Seniorengruppe Rat und Tat, an die Schulmaterialienkammer und den Verein „Wir für Holzwickede“.

Aktivkreis will den Kontakt zu Unternehmen im Eco Port suchen

Peter Strobel und Wilfried Knoke von der Seniorengruppe Rat und Tat, Gerda Peine von der Schulmaterialienkammer und Andrea Rumpel von Wir für Holzwickede wurden im Frühjahr des vergangenen Jahres vom AKH-Vorstand mit Geldspenden bedacht. © Udo Hennes

„Wir sind auch immer im Wandel und schließen ja kein Gewerbe aus“, hat van Bremen durchaus Interesse daran, das Netzwerk örtlicher Unternehmen zu stärken. Auch der Aktionstag „Mein Marktplatz Holzwickede“ darf vor dem diesen Hintergrund betrachtet werden.

Nur wenige AKH-Mitglieder nutzen kostenfreie Plattform im Netz

Mehr Initiative seiner Mitglieder wünscht sich der Vorstand für den AKH-Internetauftritt. Der wurde im Herbst 2018 überarbeitet und bietet auch den Gewerbetreibenden eine Möglichkeit, sich mit Fotos, einem kurzen Text, Infos zu Öffnungszeiten, Kontakt und weiterführenden Links zu präsentieren.

Im Schreibwarenhandel Lohenstein, Bäcker Grobe, dem Holzwickeder SC, der Provinzial-Filiale, der Rathaus-Apotheke und der Volksbank nutzt aber nur ein Bruchteil der Mitglieder diese kostenlose Präsentationsform. „Da ist noch sehr viel Luft nach oben“, sagt denn auch der Vereinsvorsitzende Christian van Bremen.

Angehalten sind AKH-Mitglieder auch, sich an einer Initiative zu beteiligen, die die Holzwickederin Ulrike Dürholt im Herbst vergangenen Jahres in der Gemeinde initiierte: Durch sie hat es das Projekt „Refill“ – auf Deutsch „auffüllen“ – nach Holzwickede geschafft.

Dahinter steht der Gedanke, dass Leitungswasser letztlich Trinkwasser ist. Statt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen, bieten einige Unternehmen mittlerweile an, dass eigene Trinkgefäß kostenfrei mit Wasser zu füllen. Ein blauer Aufkleber auf Fenster oder Ladentür zeigt an: Hier gibt es bei Bedarf kostenfreies Frischwasser.

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